Anamorphosis. 14 z
Art betrachtet, etwas ganz anderes darstellet, als sie dembloßen Auge in der gewöhnliche,, Stellung darzustellenscheint. Man kann die Anamorphosen in optische, katop-tritche und diopkrische abtheilen. Die optischen Anamoripbosen werden, um das verlangte Bild darzustellen, inicdem bloßen Auge, nur aus einem angewiesenen sonst unge-wöhnlichen (Gesichtspunkte, betrachtet. So hat man ver-zerrte Figuren, in welchen Kopf und Schultern Ungeheuergroß, die übrigen Theile des Körpers hingegen sehr kleinsind, die sich aber, aus dem rechten Gesichtspunkte betrach-tet, alle ganz richtig darstellen. Brisson erzählt im
, hast
an der Wand einer Gallerte im Miniinenkloster au der Placeroyale in Paris verschiedene Bilder gemalt sind, die, auseinem gewissen Gesichtspunkte von der Seite her betrachtet,sehr deutlich eine reuige Magdalene darstellen. Hiehcr ge-hören auch die Bilder, welche i» Streifen zerschnitten, undstcelfeiiwclS auf die Seitenflächen mehrerer neben einanderstehenden dreyftiklgen Prismen aufgeklebt werden, da manLeim ein anderes Bild sieht, je nachdem man diese Pris-men von der rechten oder linken Seite her betrachtet. Dondiesen Bildern handelt Schwc 11 ter in den Matheinati -schen Erquickstunden, Nürnb. 1651.4. ?h. r. S.27t. und Wolf in den LLEMLI- 0/>/r'eee. ?,-§/,/. 28-
, Die katoptrischcn Anamorphosen müssen, wenn dasgehörige Bild erscheinen soll, in tonischen, cylindrischen,oder pyramidenförmigen Spiegeln betrachtet werden. Eskömmt hier darauf an, ein verzerrtes Bild zu verzeichnen,das in einem Spiegel von gegebener Art, Größe und Stel-lung dem Auge aus einem gegebenen Gesichtspunkte regel-mäßig erscheint. Don der Verzeichnung solcher Bilder hatSimonStevin zuerst geschrieben. Auch bandeln davonCaspar Schott in seiner «En/a/r.
1657. unter dem Titel: «„d Wolf
in den ^ev/. /V-ö/. 25 — 27. Jacob Leu-
pvld,