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Anatomie.
mische Kenntnisse, die er von asiatischen Völkern erlernt ha«den soll. Fabelhafte Erdichtung ist es aber, wenn die Ae-Lyptier die Erfindung dieser Wissenschaft dem Apis, f.
vE/./c/E. c. 85; oder dem Hermes zueig-nen, und diesen sowohl (L 7 ^/. 8^0,,/. VI. p. 758),
als den Akh 0 lis, einen der ersten Könige in Aegypten,zu Urhebern anatomischer Bücher machen wollen, s.
^4. Zwar ist Galen der Meynung,die Aegyptier müßten sich deswegen schöne Kenntnisse in dccAnatomie vor andern Völkern gesammelt haben, weil siedie Kunst, Leichname zu balsamiren, so meisterlich verstan-den hatten; so großen Schein aber auch diese Meynung hat,so sieht man dock ihren Ungrund bald ein, wenn man dasVerfahren der Aegyptier beym Einbalsamircn näher erwä-get. Aus keiner der drey verschiedenen Acten zu balsami-ren, die Herodot p.ryo— 192 beschreibt, folgt dieWirklichkeit oder auch nur die Möglichkeit eines Studiumsder Anatomie. Diejenige Art von Zergliederen!, welcheden Balsamirern vorarbeiteten, wurden ssogar von den Ac-Syptiern verabscheuet, s. 1, 91. Ueber dieses hatman historische Zeugnisse von der Unwissenheit der ägyptische»Priester in den ersten Anfangsgründcn der ZergliedcrungS-kunst und Physiologie; s. < 7 . 6.
1774. Erst spät gaben die ägyptische» Könige,'wegen des Mangels anatomischer Kenntnisse, den Befehl,die Leichname sorgfältig zu zergliedern. Von dem Pt 0 le -mäus I. oder Lagus (-j- 470 n. R. E-) und von seinemSohne, Ptolemäus Philadelphus (-j- 527 n. R.E.) weiß man, daß sie die Zergliederung menschlicher Kör-per in Aegypten erlaubten.
Einer der ältesten Zergliederer ist Alkmäon von Arveton, em Sohn des Pirithus und Schüler des Pytha-goras, der um das Jahr z;oo n. E. d. W. durch seineanatomische Kenntnisse berühmt wurde. Man behauptet