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Anatomische Wachsfiguren.
Anna Manzolini, welche mit jder 'größten Sorgfalt,Kunst und großem Fleiß gearbeitet, und vielleicht daS Bestesind, was je von Wachöpraparaten gemacht worden ist,und ebne Streit den Floreimmschen Arbeiten dieser Art, dieschon etwas fabrikmässig betrieben werden, vorzuziehen sind.tzvnst wurden die Werke genannter Künstler in dem Insti-tut zu Bologna aufbewahrt, jetzt sind sie meistens in Pa-ris, nur von der Anna Manzoltni, die 1755 starb,befinden sich einige schöne Arbeiten in Turin und Petersburg.Zu den Beförderern dieser Kunstgcbörte Antonio Galli,Professor der Anatomie zu Bologna- Noch lebende Wachs-kunstler ,n Italien sind: L. Calza,FilippoBaluganiund Ferclni. Der berühmte F 0 ntanain Florenz ficngvor mehr als ro Jahren an, diese Kunst zu einem hohenGrade der Vollkommenheit zu erheben; s. Ideen überdie beste Anwendung der Wachsbildnerey,nebst Nachrichten von den anatomischenWachspraparaten in Florenz, und derenVcc-fertigung, für Künstler, Kunstliebhaber undAnthropologen, von O. Engelbert Winkel-hausen. Franks, am Mayn, bey Zcßler, 1798.Da nämlich anatomische Präparate so schwer zu erhaltensind, so wandte Felix Fontana allen Fleiß an, derglei-chen Stücke in Wachs nachzubilden, und es gelang ihm,dieses Unternehmen so weit auszudehnen, daß dergleichenWachspräparate mit vielen Kosten in entlegene Länder ver-schrieben, und dadurch, wegen der vielen Bestellungen, nüithig wurde, eine ganze Gesellschaft Künstler, wie Anatomi-ker, Modellschneider, Wachsbossircr und Mahler bey vierser Arbeit anzustellen. Doch waren größtentheils nur dieEingeweide der Gegenstand dieser Wachspräparate, die füg«lich in ganzen Massen vorgestellt, und dabey die verschiede-nen Theile kenntlich gemacht werden konnten. Die Gefäßeund Nerven aber erfordern eben so viel Zeit und Glück imPräpariren, wenn man genaue und vollständige Stücke lie-fern will. Es verdient daher des Herrn Prosectors
Vogts