Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
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Artillerie.

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der Artillerie gedacht, die der Reiterey folgen konnte. DerKurfürst von Brandenburg, Friedrich Wilhelm derGroße, hatte in dem Treffen bey Fehrbellm 1675, wo ergar keine Infanterie, sondern nur 5600 Reiter bei sich hat«te, 12 Kanonen bey sich. Die Infanterie hatte er zurück-gclaffen, um desto schiiellerimarschircn, und die Schwedenvor ihrer Vereinigung mit andern bey Hafclberg stehendenKorps angreifen zu können. ES ist daher mehr als wahr-scheinlich, daß er die Kanonen starker bespannte, und dieArtilleristen entweder beritten machte, oder sie auf Wagensetzte, damit die einen, wie die andern, im Stande waren,der Kavallerie zu folgen (Neues milita irisches Ma-gazi n. 1798. 2 Stück). Vor der Mitte des i8tcn Jahr-hunderts setzte man schon einen Theil der Anillcristen wirk»lich zu Pferde, wie aus Eggcr' 6 Kriegs- Lexikonerhellet, wo unter dem Worte Schwedische Regi m e n k 6»oder Gcschwindschußstücke die Noriz ertheilt wird,daß der vor einigen Jahren verstorbene General der Schwe-dischen Artillerie, Ka rl Ärvnstedt, bey der Bedienungseiner Geschwindschußstncke, ir Mann ;u Fuß, nebst 7M-.nn zu Pferde, das achte Pferd aber zum Tragen derMunilionswageii brauchie.

Im siebenjährigen Kriege wurde der Gebrauch wiedereingeführt, daß auch die Kavallerie Geschütz bey sich führte,uns hat sich auch von dieser Zeit an bey den Armeen erhal-ten. Ob man nun gleich dem Könige Friedrich ll. nichtden vollen Ruhm der ersten Erfindung der reitenden Artille-rie zugesteht, sondern geäußert hat, daß die Russen, be-sonders die Abtheilung unter dein Grafen von Tottlcben,daran Antheil habe: so ist doch so viel gewiß, daß Frie-drich ll. im siebenjährigen Kriege der berittenen Artillerieihre Einrichtung gab, sie auf einen festen Fuß sitzte,lind ihr auch den Namen der reitenden Artillerie bey-legte. Was ihm aber zu ihrer Errichtung die Veran-lassung gab, und in welchem Jahre dieselbe erfolgte,

dar-