Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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Arzneykunst. szr

ihr Verfahren beym Balfamiren der Leichname beweiset ge-rate das Gegentheil; auch hak man historische Beweise vonder Unwissenheit der ägyptischen Priester in den ersten An-fangsgrüade» der Zcrgliederungskunst und Physiologie; s.Meusels Leitfaden zur Geschichte der Gerlehrsamkeit. i. Abth. zo8 S. DieÄcgypticr werdenauch für diejenigen gehalten, welche die unbestimmten undwillkührllchen Kunstgriffe und Erfahrungen auf G'-mdsätzebrachten und an gewisse Regeln banden. In der Folge leg-ten sich sehr viele Aegyptier auf die Arzneykuntze, auch er-hielt fast jtde Krankheit bey ihnen einen besondern Arzt, da-her es in Aegyptcn Augenärzte, Zahnärzte u. s. w. gab. /ks-II. c. 77. sagt: in Aegyptcn wird die Arzneykunstso ausgeübt, daß man für jede Krankheit einen besondernArzt hak; einige übernehmen es auch, mehrere Krankheitenzu curiren; es ist alles voll von Aerzten. Eben dieses sagtHomer lV. 2zr. Mcinphis, Heliopolis, Thebe,

und in der Folge Alexandrien, waren die Städte, wo dieArzneykunde gelehrt wurde. Unter dein ersten Ptolcmäerlebte zu Alexandrren Herophilus, der sich um die Ana-tomie verdient machte; s. Anatvmie. Eben dieses thatsein Zeitgenosse, Erasistratus; die Pathologie der fol-genden Zeiten verdankt ihm mehrere Theorien, die sehr vielAufsehen gemacht haben. In seiner Kurnmbodc wich ervon seinen Vorgängern ab; er empfahl massige Le-bensart, häufige warme Bader, Klystiere,Brechmittel, Frictionen und starke Bewegun-gen. Er tadelte die Aerzte, welche aus allen drey Natur-reichen Arzncymittel z-fammeiifuchke», und versicherte, daßmanmitderPtifa ne, mit Schröpfköpfen undOelenviel weiter reiche, als mitzufamnieiigesiiten Mitteln. EinNachfolger des H erophilus, Demekrius von Apa-inea, der dem Dogmatismus anh eng, stiftete eineeigne Schule. Als unter dem Ptolci» äus Eve rgctcSauch die Aerzte Alexandricn verlassen mußten, begaben sichdie Anhänger des Lrasistratus nach Smyrna, wo I ke-

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