Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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zo Arzneykunst.

mäfflg zergliederten, und die Theorie der Medicin bearbei-teten. Diese Methode, die Medicin zu bearbeiten, wurdeimmer allgemeiner, je höher die Cultur stieg, daher endlichauch die Priester mit ihrem Zeitalter fortrücken mußten, undso bckain die Arzneykunst nach und nach das Ansetzn etneSZweigs der Philosophie.

In den ersten Zeiten gabs in Aegypten noch keine ei-gentliche Aerzte, s. kV/,r. ////?. Lr/-. XXIX. c. t. so we-nig wie bey den Peruanern vor zoo Jahren; ////?.

^ II. Nach Mosis Zeit hob sich die Arzncykunstin Aegypren, weil sich zu den natürlichen Uebeln des Lan-des neue Krankheiten gesellten, wodurch die Arzncykunstnothwendiger wurde; I.jb. Z6. c. I. Von

der Beschaffenheit der Arzncymiklcl, welche die Aegyptierbrauchten, hat man «»dessen keine nähere Nachricht; manweiß nur, daß sie von einer strengen Diät, und über-ihaupk vonPräservativ<Curen einen starken Gebrauchmachten, e6 auch wagten, Krankheiten durch Brechmit-tel, Purgirtränke und Klystiere zu heben; //-»-or/.II. 77. Oe'oak. t. 82. Sie sollen zuerst den Gebrauch be-st, sse II Mandelöls eingeführt, und auch das vom Ho-rn e r so sehr gerühmte Nepenthe, vielleicht Opium, zubereiten gewußt haben; //o«. OchA IV. 222-, Die Aerz-te der Aegyptier wurden nach Mosis Zeit schon aus öffent-lichen Kasse» und von Privatpersonen belohnt, I.

82. 2 Mos 2i, 19. Nachtheilig war eS für die Kunst,daß die Aegyptischen Priester und Aerzte von den in den sogenannten heiligen Büchern vorgeschriebenen Recepten nichtabgehe» durften, sondern bey den einmal bekannten Heil-mitteln stehen bleiben mußten, ohne auf weitere Entdeckun-gen zu denken. Wahrscheinlich verbanden auch die Aegyp-tier zuerst die Astrologie mit der Medicin. Einige habe»daraus, daß die Aegyptier die Kunst, Leichname zu balsa-miern, so meisterlich verstanden, den Schluß ziehen wollen,daß sie auch große Aiiatomiker gewesen seyn müßten; allein

ihr