Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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Arzneykunst. 2Zz

den Priestern und Rabbincn verrichtet wurde. Zu MosesZeit mußte der, welcher einen schlug, daß er krank wurde,denselben heilen lassen und das Arztgeld bezahlen, s. 2M o s- 2l, 19. Man verstand also etwas von Wundarz-neykunst. Die Hebräer waren auch nicht unerfahren dar-«nne, wie man die Gesundheit erhalten und beschützen solle.Sie hakten mehrere diätetische Vorschriften; das Verbot,Schweinefleisch zu essen, das öftere Waschen des Körpers,der Kleider, das Reinhalten der Gefäße u. s. w. zielte aufdie Erhaltung der Gesundheit- Wer im Verdacht des Aus-satzes war, wurde von den Priestern 7 Tage eingeschlossen,damit andere nicht angesteckt werden sollten; z M 0 se rz,2. z. Mehrere diätetische Regeln kommen Sirachgo. folg. vor. Moses wußte Mittel, bitteres Wassersüß zu machen; Elrsa verbesserte das übelschmcckendc Was-ser durch Salz, und Jesaias kannte die Kraft der Feigenzur Ervfnung eines Geschwüres. — r Mose 50, 2;.ist nicht von eigentlichen Aerzten, sondern von Balsamirerndie Rede. Suidas meldet unter dem Wortedaß Sal 0 in 0 ei» Buch geschrieben hatte, worinn gegenalle Arten von Krankheiten Heilungsmittel wären angegebenworden; allein dieß ist eben so unglaublich, als daß Sa-l 0 m 0 ns Arzneymittel in die Thür des Tempels eingcgra-den gewesen, und voin Czcchias (oder Hi skias) weg-geschafft worden wären.

Bey den Griechen ist die Arzneykunst ebenfalls sehralt; schon in ihren ältesten Mythen findet man Vorschriftenzur Erhaltung der Gesundheit, und zur Bewahrung vorKrankheiten. Sie schreiben ihre Erfindung theils demApollo, welcher Augcnarzneyen verordnet haben soll, H?-</o^. IV. 4. theils dem Centauren Cbiron zu, wel-cher die Wundarziicykukist, die Pferdearzneykunst, N-roa/.Ls,«. 1^. i2, wie auch die Arzneyen aus dem Pflanzenrei-che, welche unter allen die ältesten sind, IVao.

,6., erfunden haben soll. Die Arzneyen, welche auSP 5 .Ho-