2Z4 Arzneykunst.
Honig bereitet wurden, schreibt G-llius einem Gol,dem Sohne des Oceans, zu. Manche Aczncymirtelund Heilungsarten lernten die Menschen auch durch die Thie-re kennen, s. LUs ^ II. 4. und Kräuter-
künde. Apollo unterrichtete seinen mit der Arsinoe er-zeugten Sohn Aesculap in der Arzneykunde, wie denn» auch Chiron denselben in der Wundaczneykunst unterrich-tete ?Lb. -74. Man erzählt vom Aesculap, daß
er die Wunden zuerst verbunden habe. CorneliusCel-su s sagt in der Vorrede, daß sich die Griechen einmal mehr,als andere Nationen, auf die Arzneykunde gelegt, und daßAesculap zuerst jene noch rohe Kunst etwas verfeinert ha-be. Er heilte nicht blos Wunden, sondern auch Quetschun-gen, Geschwülste, crfrvrne Glieder und dergleichen mehr;wobey er sich mancher heilender Kräuter und Einschnitte be-diente; bey innerlichen Krankheiten suchte er den Körperdurch Tränke zu reinigen. Wegen seiner vielen Verdiensteum seine Mitmenschen wurde er nach seinem Tode von denGriechen als ein Gott verehrt, und unter die Gestirne ver-setzt, wo er das Gestirn des Schlangcnrragers sormirt.Man betete ihn in der Stadt Epidaurus besonders, so wieim Peloponnes, und zu Pergamus an, und stellte ihn un-ter der Gestalt einer Schlange vor, oder eines alten Man-nes mit einem langen Barte, weil ein Arzt Erfahrung ha-ben, mithin alt seyn müsse. Seine Nachkommen erhiel-ten die Acziieywisseiischaft ununterbrochen in ihrer Familie,übten dieselbe aber nur in den ihm geweihelen Tempeln aus,wohin man die Kranken z» bringen pflegte, weil ihre Uebelund die Befreyung davon als außerordentliche göttliche Wec-ke angesehen wurden; s. Handbuch der griechischenAlterthümer. Leipzig, b. Crustus. 1789. S. 57 und55;. Nachdem sich die Kranken zur Verehrung des Aes-culaps hatten einweihen lassen, schliefen sie in den Tem-peln , und erwarteten im Traum« eine Offenbarung, wo-durch ihnen entweder ein Heilmittel angezeigt, oder ein Ge-sundheitsrakh ertheilt, oder der Ausgang ihrer Krank-heit