Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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Arzneykunst.

Grundlage seiner ganzen inedicinischen Theorie gewesen seyn

sollen; f. Io. He»,'. tll«öo»/rr

C. I. §. 7. L?. XII. §.2. Hipp 0 krake 6 ist der ältesteArzt, von dem noch Schriften übrig sind, die aber meistspätere Zusätze erhalten, und manche Abänderungen erlittenhaben. Seine Aphorismen sind noch die Richtschnur allerPraktiker, und in der Semistik hat ihn niemand übertraf»fen. Aus dem Eide des Hipp 0 krates sieht man zugleich,daß es zu seiner Zeit schon besondere Aerzre gab, die sichblos mit dem Steinschnitt beschäftigten. Nach dem Hip-pokrates entstanden die Secten der Empiriker undDogmatiker; jene hielten eine blinde Uebung für Ersah«rung, diese fehlten oft darin», daß sieavillkührliche Vor-aussetzungen , und daraus abgeleitete Satze für Vernunft-schlüsse hielte». Der Grund des Dogmatismus lagschon in den Bemühungen der Weltwciscn der griechischenUrwelt, die Heilkunde auszubilden; der Name entstandaber erst mit dem Aufkommen der empirischen Secte,weil nun beyde sich bezeichnen mußten. Da sich Hippo-krates besonders damit beschäftigte, die Beschaffenheit derNatur und die Ursachen der Krankheiten zu untersuchen, sowird er auch für den Stifter der lvgischen oder d 0 gma -«ischenSecte gehalten; höchstwahrscheinlich waren aberdie Söhne des Hippokrates, Thessalus und Dra-co, wie auch sein Schwiegersohn Polybus, die Stifterder frühern dogmatischen Schule, d. i- sie verban-den die Theorien gleichzeitiger Philosophen mit den Grund-sätzen des Hippokrates, und schlugen zwischen demWege der ältern Jatro - Philosophen, und Lein Wege desHippokrates einen Mittelweg ein, der sich aber mehr zuden erster», als zum andern neigte, und gewiß nicht geradezu zum großen Ziele der Arzneykunst führte. Sie nanntenIhre Schule die hipp 0 krall sche. Einer von ihnen,Di 0 kles, beschäftigte sich mehr, als seine Vorgänger,mit der Anatomie, er bearbeitete sorgfältig dieD > ätetik,und wich in wesentlichen Punkten von den pathologischen und

prak-

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