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praktischen Grundsätzen des Hippokrates ab. Praxa-goras machte sich in der Anatomie und Pathologieunsterblich, und wird mit Recht der Erfinder der Hu Mo-ral. Patbologie genannt; s. Meusels Leitfadenzur Geschickte der Gelehrsamkeit, r. Abth. G.ziz. folg. Durch die Stva erhielt die dogmatischeSchule der Aerzte in Grrrchciiland eine ganz besondere Ge-stalt. Sie führte zum Theil neue Prinzipien in die Physio-logie und Pathologie «in, zum Theil wurde die didaktischeMethode geändert, indem die mcdicinische Theorie zum Ge-genstände der Dialektik umgebildet wurde. Schon Zenogab Gelegenheit dazu, indem er die Lehre von einer weisenVorsehung mit der Erklärung des Baues, der Verrichtun-gen und des Nutzens der Theile des thierischen Körpers ver-band. Aristoteles erwarb sich Verdienste um die A n a.tonne, er entdeckte die Nerven, und suchte zuerst den U r-sprung allecAdern im Herzen. Seine Behauptung,daß aus der Luftröhre Geist oder Luft ins Herz komme, hat-te großen Einfluß in die Physiologie und Pathologieder folgenden Zeiten. Er stellte auch Untersuchungen überdie Krankheiten der Thiere an. Theophrast schrieb vonden Gerüchen, vom Schwindel, von der Mattigkeit, undmachte sich um die Botanik und Physiologie der Pflanzenverdient.
Den Dogmatikern waren die Empiriker entgegengesetzt, unter welchen man Aerzte versteht, die nichts vonhergebrachten Theorien und Systemen halten, sonder» dieKrankheiten nach solchen Regeln heilen, die sie aus eignerErfahrung gezogen haben. Obgleich die ersten Aerzte, vomAesculap an, nichts anders als Empiriker ftyn konnten;so gab es doch erst 250 bis 280 Jahre vor Christi Geburt«in eigenes empirisches System, das sich durch we.sentliche Grundsätze unterschied. Ihren Namen hatten dirEmpiriker davon, weil sie die Kenntniß durch unmittel-bare Erfahrung derjenigen »xri»n vorzogen- Sie e»
war.