Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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LZS

Arzncykunde.

rnedicinische Facultät. Johann von St. Am and,Kanonicus zu Tournay, schrick im rzcen Jahrhundert L,v-

worinn cme für je-ne Zeiten vortrefliche allgemeine Therapie steckt. Guyvon Cbauliac (Qrcka'o ^ 0»,/raro) aus Gevauda», anden Grenzen von Auvcrgnc (gest. nach rz6z), ist als derWiederherstellet der bessern Chirurgie anzuicheii.

Die Atlantischen Völker, die Scythen, und die al-len Schweden, schrieben die Erfindung der Arzneykunst derGöttinn Disa zu.

Die alten Deutschen hatten keine ordentlichen Aerzte;ihre wenige Kenntniß von dieser Wissenschaft war bey ihrenPriestern, den Druiden, zu suchen. Auch als sich dieDeutschen zum Christcnthumc bekehrten, vertraten die christ-lichen Lehrer die Stelle der Aerzte. Erst unter KarldemGroßen findet man eine Spur von ordentlichen Aerzten inDeutschland; dieser Monarch hatte nämlich uin das Jahr779 einen Leibarzt, welcher Winter hieß, und vermuth-lich ein Deutscher war, s. Moebscns Gcsck- derWlss. in der Mark Brandenburg. 1781. S- Zi4-Selbst in den mittlern Zeiten curirtcn noch die Geistlichen inDeutschland, s. Gam. Wilh. Octters Arzt inDeutschland, in den ältern und mittlern Zei-len vorgestellt. Nürnberg. 1777. und Oettersbestätigte Wahrheit, daß die Geistlichen inDeutschland seyen ehehin die Lehrer der Arz-neykunst und auch zugleich die Aerzte gcwerse». Nürnberg. 1790. Peter von Aichspaltaus Trier, Bischof zu Basel, wurde für die Wiederher-stellung des Paplis Clemens V. mit dem ErzbißthumeMay»; belohnt. Die meisten und gründlichsten Kenntnissezeigte noch Albrecht der Große. In unsern Gegen-den soll Basilius Valentinus, ein BcnedickinecMönch zu Erfurt im i;tcii Jahrhundert, zuerst chemische

Arz-