Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
288
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-88 Astronomie.

Man kannte nun, außer der Erde und dem Mondenoch 5 Planeten, und es entstand das PtolcmäifcheSystem. Claudius Ptolemäus, aus Peiusiu», inAegypkcii, war ein berühmter Mathematiker, der zur Zeitdes Kaysers Antonius dcS Fro.nmcn, im zweytenJahcbundert nach Christi Geburt lebte, und etwa in deinZeiträume von 125 bis nach Christi Geburt zu Alexan-drien beobachtete. Er berichtigte Hippsrchs Bestim-mungeu durch Vergleichnng mit neueren Beobachtungen, erlieferte eine sinnreiche Theorie des Monds, und bestimmtedie Ungleichheiten seines Laufs genauer, ferner Line Theorieder übrigen Planeten, deren scheinbar unordentlichen Laufzuerkläre» , er die Epieyclen zu Hülfe »ai,m, und in Anse-hung der Breite bey Merkur und Venus ihren eccenkuschenKreise» eine Libration zuschrieb; er bemerkte die Bewegungder Firsterne ebenfalls, vermehrte Hipparchs Verzeichn!»derselben, und trug dieses alles in ein großes Werk von i;Bücher» zusammen, dem er den Titel gab: cruv-

T'y? (S- almL^elti libil iz. llaiil. is;8>

rol.). Diese Schrift des Pt 0 l c m äus, wobey er H i p-parchs Entwurf zum Grunde gelegt hatte, ist das einzigewichtige Werk, welches uns von der alten Astronomie übriggeblieben ist, und zugleich das erste vollständige System derAstronomie, worinn die Beschaffenheit der ganzen Himmels-kugel und die Bewegung der Gestirne erklärt und bewiesenwird. Man sinket darin» eine vollständige Sammlung deralten astronomischen Kenntnisse, Beobachtungen und Ta-feln, wie auch die vein Ptolemäus selbst verfertigte»astronomischen Tafeln; aber die thcdrifchen Erklärungen be-ruhen auf der verkehrten Hypothese, daß die Erde im Mit-telpunkte unsres Planetensystems stille stehe, und die Son-ne und Gestirne sich um sie herum bewegen sollte», welcheHypothese den Namen der pto lemäi scheu,Welkprd-nung erhalten hat; s. Mrusels Leitfa den zur Ge-schichte der Gelehrsamkeit. 2. Abth. S. 46t. —-Zm fünften Jahrhundert verfertigte Agathodämon vo»

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