Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
308
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Athmen.

herausgeführt- Lavoisier hingegen, und Crawfordselbst, welcher in der neuern Ausgabe seines Werks ü bcrthierische Wärme. London. 1788 sich sehr nach demonliphlogistischen System bequemer, laugncn die Verbin-dung des Sauerstoffs oder der LcbenSiuslbasis mit dem Blu-te gänzlich, und glauben vielmehr, daß der Sauerstoffmit zu Erzeugung der stren Lufi verwendet werde, welchebeym AuSarhmcn aus den Lungen h» i vorgeht. D a »que-lln hat bemerkt, daß nicht blos warmblürigc Thiere, son-dern auch Thiere mit kaltem Blute durch ihr Athmen Ver-änderungen der Luft bewirken. Selbst Jnsccren und Wür-mer zersetzen bey ihrer Respiration die Lebenslust anf eineArt, die dein Ein - und Aushauchen der Pflanzen ähnlicherist; s. Chemische und physiologische Beobach-tungen über die Respiration der Jnsectcnund Würmer, von Vauquelin, auS den

QnH 7 . Xil. p. 27;. übcrs. in Grcnö Journalder Physik. B- 7. S. folg. Lavoisier undCrawsord haben über den Proceß des Akhemholens fol-gende Erklärung gegeben. Bey dem Athcniholcn sondertsich aus oen: venölen Blute gekohltes Wasserstoff-gas (ichwerc brennbare Luft) ab, und verbindet sich mitdem Sauei stoffgas der atmosphärischen Luft; aus der Ver-bindung des Kohlenstoffs mit diesem Saurrstcffgas entstehtdas kohlcngcsaucrtc Gas, welches beym Ausalhmcn zumVorschein kommt; ferner entstehen aus der Verbindung deSWasserstoffs mit dem Sauerstoff der Atmosphäre die Was-fecdäiiipfe, welche sich beym Ausakhmcn zeige»; endlichkommt die veränderte Farbe des Blurs ganz allein von demVerluste des gekohlten Wasserstoffgas her, und der Sauer-stoff geht i» keine Verbindung mir dun venösen Blute über.Man sieht, daß diese Theorie vo» der Priestleyschennicht weit abweicht. Sie setzt blos an die Stelle deSPriestleyschen Pblogistons das gekohlte Wasscrstoffgas,und laßt aus dessen Verbindung mit der atmosphärischenLuft nicht, wie bey Priestlcy, phlogistisirre oder Stick-luft,