Band 
[Zweyter Theil.]
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Balsam. Balsamirung.

Fabricii ollgem. Hist. der 'Gelehrsamkeit.

Td. S- 1286), desgleichen Lud. Locatelius(cbeiid-S. 1287). Der Schaurische Balsam wur-de von Johannes Schaur, aus Pfcrsen, zu Anfan-ge des iprcn Jahrhunderts erfunden. Im Jahr 162; er-hielt er vdin Rath zu Augsburg ei» Privilegium darüber.Philipp Jacob Schaur, ei» Enkel des vorigen, ver-besserte ihn; s. Kunst- Gewerb- undHandwerks-ge schichte der Reichsstadt Augsburg, vonPaul von Stetten dem jünger» 1779. S-247.-D- Hesling erfand einen destillieren weissen Balsam; s.Hühners Haudlu 11 gs-Lexikon. 1712. S. 164. DenTeich lucycr scheu Balsam, der innerlich gebrauchtwird, erfand der berühmte Professor Tcichincyer inJena. Man sehe noch Tuncstricks- Balsam.

Balsaminmss ist die Kunst, Leichname gegen die Faulniß zuschützen, und zum Aufbehalten tauglich zu machen. DiePo zubereiteten Körper werden Mumien genannt, welchesWort aus dem Arabischen herkommt, und balsamirte Lei-chen bedeutet. Das Balsainiren der Leichname ist eine Er-findung der Aegyptier, auf welche sie durch die Mey-nung geleitet wurden, daß die Seele solange im Körperverweile, als der Körper ganz bleiben könne; s«

771 . r-. H. Daß diese Erfindung in die ältesten Zei-ten der Aegyptier fällt, erhellet daraus, daß sie zu JacobsZeiten bey ihncn schon eine bekannte Sache war; die Bal-samiruiig Jacobs dauerte 42 Tage, i Mofe 50, 2.Die Aegyptier hatten drey verschiedene Arten zubalsamiren,welche 77 o,oe/ae. 7 ,/ä. 17 . />. ,Fo ,ya. beschreibt- Dievorzüglichste Einbaksamiruiig geschah ausfolgende Art: DerLeichnam wurde, wenn hinlängliche Anzeigen des wirklichenTodes vorhanden waren, den Leichendienern übergeben,welche die Stelle bezeichneten, wo er sollte geöffnet werden.Hierauf machte der Aufschneider, welcher den Balsa-miern vorarbeitete, aber von den Aegypttern verabscheut

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