Barocker.
Luftkrejse, höher steigt, bei vermindertem Drucke aber her-ab sinkt. Von der größeren oder geringeren Schwere, wel-che die Luft von Feit zu Zeit anmmmt, hängen die verschie-denen Veränderungen der Witterung in Rücksicht uns Son-nenschein , Regen, Wind u. s. w. ab. Auf daö Fallendes Quecksilbers m der Baromekerröhre folgt mebrentheilsunfreundliche, auf das Steigen aber heirere Witterung.Man hat einfache und zusammengesetzte Barometer; beyden erstern bedient man sich blos dcö Quecksilbers, bey denletzten, aber braucht man, außer dem Quecksilber, noch ei-ne andere leichtere Flüßigkeit. um das Steigen und Fallenempfindlicher, und die Veränderungen in der Schwere derLuft merklicher zu machen. Die Erfindung des Barome-ters durch Torricelll trug sehr vieles zum Umstürze derscholastischen Physik bey. Aristoteles und mich ihm diePhysiker bis ins i/te Jahrhundert erklärten die Wirkun-gen der Säugpumpen, cinsaugender Spritzen und Heber,der Gießkannen, welche gießen oder still stehen, se nachdemman die obere Oeffnimg frey läßt oder mit dein Finger zu-hält, durch einen der Natur angedichteten Abscheu für demleeren Raume. Galilei entdeckte zwar schon, daß dasWasser in Säugpumpen nie höher, als ;L Schuh gehobenwerde; allein diese Entdeckung führte ihn nur so weit, daßer dem eingebildeten Abscheu für der Leere gewisse Grenzensetzte- Er sieht in seinen Oz/cs.'z/s e
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7. einen luftleeren Raum als möglich an , und laßt ihndurch einen oben verschlossenen Cylinder, in welchem eingenau anschließender Kolben durch Gewichte von oben herabgezogen wird, hervorbringen; aber er giebt dieses nur füreine Methode aus, die Kraft der Leere, d. i. die Größeoder Grenze des Abscheues für der Leere zu messen, underklärt daraus die Cohäsion der Körper. Auch dieSchwere der Luft kannte er, und lehrte zwey Arte» , sie zubeweisen, Und doch verfehlte er den letzten Schritt, derihm zur Erklärung der Phänomene des Saugens noch übrig