Band 
[Zweyter Theil.]
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Barometer.

war. Evangelist» Lorrjcelli, ein SchülerGalilei, und Leibarzt des Großherzogs von Florenz, be-trieb die Sache mit besserem Erfolg, und lehrte nicht nurzuerst die Gesetze des Drucks, den die Luft auf die Körperausübt, sondern erfand auch das Barometer- Er kamnämlich auf den glücklichen Gedanken, daß eben die Ursache,welche das Wasser nur zr Schuh hoch treibe und halte,das 14 Mal schwerere Quecksilber nur Schuh, d. i.27L hoch treiben und halten werde- Diese geringere Höheschaffte den Versuche» mehr Bequemlichkeit. Torricciltschmolz nun ein« Glasröhre von einigen Schuhen Länge aneinem Ende zu,, füllte sie durch das andere mit Quecksilber,verschloß die Oeffnung mit dem Finger, und brachte sie inumgekehrter Stellung in ein über 2 Zoll tief mit Quecksilberangefülltes Gefäß. Als er dann den Finger von der Oeff-uung wegthat, und das in der Röhre befindliche QuecksilberJenes im Gefäße berührte, so fand er seine Erwartung be-stätigt- Das Quecksilber in der Röhre fiel so weit, daßnur eine 27^ Zoll hohe Quecksilbersäule in der Röhre stehenblieb, über welcher sich eilt luftleerer Raum befand. Die«ser Raum wurde, nach dem Erfinder, die torricellt-sche Leere, die ganze Vorrichtung aber die torricel-li sehe Röhre genannt, welche nichts anders, als dasTaromctcr selbst ist, dessen sich Torricclli vornehmlichbediente, um damit die Große von der Schwere der Luftabzumessen, und womit bereits im Jahr 164z zu Florenzund Rom Versuche gemacht wurden. Torricelli be«richtete den Erfolg dieses Versuchs im Jahre 1644 au denP. Merscnne i» Revers, und durch diesen erfuhr ihnder berühmte Pascal, der darüber im 2zstc» Jahre seinesAlters «ine Abhandlung

urttsss. 1645.) schrieb, aber auch hier noch den Ab-scheu für die Leere annahm. Torricelli hingegen kamauf die Vermuthung, daß die Erhaltung der Quecksilbersäulet» der Röhre wohl von dem Drucke der Luftsäule herrühre»wöge, die auf dem Quecksilber im mikcru Gefäß ruhe, und

sich