Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
88
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wachs«» zu lasse». Oft waren die Könige selbst Ursache die-ser Veränderung. Ludwig Vll. hob auf Unrachcn desPetrus Lombardus, des i7teu Bisthosss von Pa»riS, durch einen Befehl deir Gebrauch der Franzosen, lan«ge Bärte zu trage», auf; Lr'/>Ls//^»e er r,r/?^u-

Ikwe ^ II. s 1'^, /e. IM. />. r6z. Auch der KönigPhilipp August ließ sich scheerc». Mehr als; ov Jah-re nachher suchte Franz l. den Bart wieder hervor , deraber mit Heinrich lV, welcher noch einen Bart trug,wieder abkam. Ludwig Xill. und Ludwig X>v. ka-men beyde in einem bartlosen Alter auf den Thron, dahersich die Hoflcute und Bürger auch schecren ließen, um ihneain die sein Punkte ähnlich zu seyn; da nun diese Monarchenälter wurden, behielten sie nur einen kleinen Stuhbart beyden Ludwig XIV gegen das Ende seines Lebens.auch ab-legte, um dem Hofe feiue grauen Haare zu verbergen;Versuch einer Kulturgesch. a. a. O. Im Jahrrz2y fiengen die Böhmischen Ritter an, lange Bärte zutrage», da sich vorher Männiglichen bcschccren ließ; man-che trugen auch lange Knebelbärte; Hagek BöhmischeChronik S. ?Z8- Der Erfinder der falschen Barte warein Spanier; aber Dom Pedro ließ rzzi ein scharfesVerbot wider die falschen Barte ergehen, weil sich jeder-mann rasirtc und einen falschen Bart trug. Pandora,oder Kalender des Luxus und der Moden.r?88. Der Herzog von Lothringen erschien an dem Tage,wo Karl der Kühne von Burgund, der am ;ten Jen-ner 1477 vor Nancy blieb, begraben werden sollte, inTrauerkleidern und in einem goldenen Barte, nach Art derBeherzten, um seinem Feinde das Weihwasser zu geben;

c/vs«o/> 7 °. III. />. xx,. bey dem I. 1477.I» Schwaben fieng man, »ach Feilers Bericht, ersti;>8 an, einen Bart zu tragen; Curicuse Nachrich-ten von Erfindern und Erfindungen. Ham-burg. 1727. S- n- Sigismund, Lrzbischoff zuMagdeburg, und Bisckoff zu Halberstadt, ein Sohn desChmjürsten Joachim n. von Brandenburg, machte sich

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