Band 
[Zweyter Theil.]
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Bastartpflanzen. Bastion.

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Bastartpflanzen , durch Auftragen des Blumcnstaubes in dieNarbe des Staubweges, hervorzubringen, hat ein gclehr-ter Wiitembergcr, Namens Kölreuter, zuerst gelehrt,dessen Versuche 1761 bekannt wurden. Nützliches Al-lerley, von I- A. E- Götze. Leipzig 1788. Vl.B- S. 107. Im Jahr 1767 sammelte Kölreuter ei-nigen Blnthcnstaub von dem in dem botanischen Garten zuCarlsruhe blühenden männliche» Palmbaume, und schickteetwas davon an den Herrn Rath Gleditsch in Berlin,und an den kayscrlichen Gärtner, Herrn Eekle den zu Pe-tersburg; beyde machten von diesem Staube Gebrauch,und Herr Rath Gleditsch war so glücklich, einen weib-lichen und unfruchtbaren Palmbaum, den er schon zwey-mal auf diese Art befruchtet harte, auch zum drittenmal zubefruchten. Auch der unfruchtbare Palmbaum zu Peters-burg, der schon 120 Jahre alt war, trug auf diese Be-handlung im Herbste des Jahres 1767 eine Menge schönerDatteln. o« cko

LLoA». /Z 1772. S.

2Y8.

Bastion ist ein Werk des Hauptwalles an einer Festung, wel-ches aus zwey Fa;en und zwey Flanken besteht, und überden übrigen Wall hervorragt. Die Alten hatten statt derBastionen vicreckigte Thürme; da aber vor denselben eindreyeckichter Platz entstand, der von der Festung aus nichtbeschossen werden konnte: so änderte man die Form dcr vier-eckichken Thürme in runde ab, die man niedriger baucte,wodurch die Rondele ihr Daseyn erhielten, deren innernRaum man massiv von Steinen aufführte, und anfänglichkeine Gcwölbcr darin» ließ. Ihr Raum war aber nichtgrößer, als daß ste nur mit einem Geschütz besetzt werdenkonnten, daher man ste in der Folge größer und geräumi-ger machte, und ihren innern Raum mit Erde ausfüllte.Der Ritter Folard sagt: daß die Türken schon im I.1480 dergleichen runde Bollwerke bey Otranto angelegt hät-ten; allein die von ihm angeführte Stelle beweiset nicht,

daß