Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Bastion.

S»

daß die dort erwähnt« Befestigung in runden Bollwerkenbestanden habe. Gewiß ist es jedoch, daß AlbrechtDürer in seinem: Und er richt von Befestigungder Stctt, Schloß und Flecken. Nürnberg.1527. runde Bollwerke angicbt, die zvo Fuß im Durch-messer, von starkem Mauerwerk erbauet werden sollten.Aber auch vor den Rändele» blieb noch einiger freyer Platzübrig, daher die Italiener von der Form der alten Rondeleabwichen. Sie ließen nämlich dieselben spitzig zulaufen,welches der Ursprung der jetzigen Bastionen oder der drey-cckigten Bollwerke an den Ecken der Polygonen war, derenFa;en unter einem sehr stumpfen Winkel zusammen liefen,und deren Flanken, ohne alle Zurückziehung, senkrecht aufder Courtine standen. Für den Erfinder dieser Bastionenwird Sän Micheli oder Michael gehalten; wenig-stens führte er zu Verona, statt der Thürme, dreyeckigteBasteyen ein, worauf man die Aufschriften von den Jah-re» 152z und 1529 findet: Vollständige theoret.und prakt, Geschichte der Erfindungen u. s.w.Basel. BeyJ. I. Flick, 1789. Auch sagt ? artag -lia in den cr habe in seiner Ju-

gend einige dieser Bollwerke theils angefangen, theils halb,theils ganz vollendet gesehen. Gleich nach der Belagerungvon Wien, i. I- r;zo fieng man an, diese Stadt auch mitBollwerken befestigen zu lassen, und zwar durch einen ita-lienischen Baumeister, den Spckle in seinen handschrift-lichen Nachrichten nicht nennt, der aber wahrscheinlichThetti war; doch müssen zu gleicher Zeit auch deutscheBaumeister mit Hand angelegt haben, denn Spekle sagt:was die Deutschen gebaut hätten, sey besser gewesen, alswas der Italiener gebaut habe- Erlanger Litera-tur Zeitung. l 8 ol. Nr. rr. Fast zu gleicher Zeit mitder ersten Einführung der Bastionen, oder wenigstens un-mittelbar darauf suchte man theils gegen den Sturm, theilsgegen das gewöhnlicher werdende Miniren, durch niedrigeFlanken, die unter der hohen Flanke des Bollwerks lagen-