Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
131
JPEG-Download
 

Baukunst.

IZI

find die Gelehrten verschiedener Meynung. Da die Deut-schen sonst in ewiger Kebde lebten so schloß man daraus,daß ihre Gebäude Kai en massiv sey» müssen, und beriefsich auf mcbrere stein nie sehr alle Gebäude, die so kleineUnd wenige Oessmnae» olme alle Verzierungen (etwa einenkleinen Erker anv-,en»mm-n) linkte», daß sie mehr Gefäng-nissen und kiekncn Fesikngen ähnlich sahen, und weiter nichtsals Schutz vor Lind oder Regen, und Sicherheit vor Fein'den gewährten. Franz Groofe in den prächtigen Al-terthümern von England und Wallis (H 0/

ane/ Lo»,/o«. I 77 Z. 1774. 4.) behauptet

mit andern, daß auch die älteste» Sächsischen Kirchen inEngland von Stein gewesen wären, und wen» der hölzer-nen Gebäude 1» diciem Zeitpunkte erwähnt würde, so wä-re» es entweder verfallene Gebäude, oder solche, die nurauf ein- kurze Zeit waren erbaut gewesen. Garkerer infeinem Historischen Journal. 4. ?h. S. 2zo.wider-spricht aber d'csim und behauptet allgemein, daß alle alt«Küchen anen in Deutschland anfänglich von Holz erbauetgewesen wer ei,. Die Gchrü'tsteller, welche die ältesten Ki»kven uud Goltesbauser bewh, erben, reden immer von diesenDcrsammiunabl'äiüeiii alo von elenden Gebäuden, küm-merlich aus Dienern, Daumen und Balken zusammenge-fügt. So finde mau sie aller Orten, ehe die EinwohnerZiegeln blemie-: und Steine brechen lernten. Der Münstervon Sirasburg war anfänglich von Holz, und Dietrich,Graf von Holland, crbaucte «ms Jahr 975 das berühmteKloster Egmonl von Htein, nachdem es ioo Jahre, wieolle alre Kirchen in Deutschland, Sarmakien, und Scan-Linavicn, ein hölzernes Gebäude gewesen war. Eben die-ses bezeuge» so viele ausdrückliche Zeugnisse von den erstenKirchen in England, Schottland, Irland, wo man nachder Römer Abzüge alle Baukunst so sehr vergessen hatte, daßdie Brikwn nicht einmal die römische Gcenzmauer auSbef-fern konnte». Beda (um nur einiges anzuführen, dasman zufällig bey einigen alte» Chronisten findet) sagt unter3 2 andern