Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
135
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Baukunst.

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in diesem Lande findet, wie der Dom zu Pisa und verschie-dene Kirche» zu Venedig und anderwärts, haben zwar spi-tzige Bogen, aber Wände, dir kahl und ohne GothischeVerzierungen find. Uebrigcns tragen diese Gebäude uochimmer Spuren der allen römischen Bauart an sich- LangeZeit wurde daselbst in dem Style fvrtgebaut, der unterTheo bor ich der herrschende war; jedoch ficng man hieund da an, diesen Glyl zu verbessern. An der Marcuö-Kirche in Pencdig, die 977 angefangen und 1071 vollendetwurde, und zu deren Aufführung man Baumeister aus Con-stantinopel hatte kommen lassen, sieht man noch Spurenvon wahrer Pracht und pon guten Verhältnissen. Im Jahrior6, nach andern aber erst 1074, wurde der Grund zuder Carhcdralkirche in Pisa gelegt; der Baumeister dersel-ben war ein Grieche ar>S Dulichchm, der damals in derBaukunst berühmt war, und von den Italienern Buchet-t o, auch Buschetto und Busgretto da Dali-chio genannt wurde- Nie Pisaner ließen aus Griechen-land marmorne Säule» von alter Arbeit bringen, die andiesem Gebäude angebracht wurden- Auch Maler und Bild-hauer ließen sie deswegen aus Griechenland kommen. DieCathedralkirchcn zu Borionie» und Modena, und die Dom-kirche zu Ferrarq wurden zu gleicher Zeit errichtet, und zuRom, Bologna und Florenz ansehnliche Werke angefan-gen. Im Jahr iviz wurde die Kirche zu St. Mimst inFlorenz angelegt, die in einem erträglichen Geschmack ge-bauer ist- Um das Jahr 1216 baueke ein gewisser Mar-chtone, her zugleich ein Bildhauer war, die schöne Ca-pellc von Marmor in die Kirche Santa ^laria ^ls^Aiore j»Rom. Unter den Baumeistern dieser Zeit ist vorzüglich einDeutscher, Meister Jacob, den die Italiener Jacob 0Ledesco, oder auch da Lapo nennen, berühmt, derdurch seine Gebäude zu Florenz die Bewunderung von ganzItalien auf sich zog, und sich um die Verbesserung derBaukunst verdient machlc. Er ließ sich zu Florenz nieder,wo er daS große Franciscanerkloster bauete. Sei» Sohn,

2 4 Arnold,