Baukunst,
Arnold, bey den Italienern Arnolfo dakapo oderbt Cambio genannt, (geb- I2g2 P izoo), baute zuFlorenz die Kirche des heiligen Kreuzes, und machte denRiß zu der dasigen prächtigen Cathedralkicchc, 8anta Cla-ris äel piori, welche bey weitem so Gothisch nicht ist, alsandere Gebäude dieser Zeit. Nach dem Zeugniß des Darsari 1 . 244. ». f. n. Ausg. war dieser Arnold der Wie-derherstellet der guten Baukunst in Italien, und mithin inganz Europa. Auch halt man ihn und seinen Vater ins-gemein für die Erfinder der Kuppeln auf dc» Kirchen;s. I. A, Fabricii Allgem. Hist. der Gclchrs.1752. 2. B. S« yyo. Bisher bediente man sich in denLändern, wo man die Neugothischc Baukunst aufgenommenhatte, derselben blos zu Kirche» und Abteycn; andere Ge-bäude, Schlösser und Palläste, wurden noch immer in ei-nem plumpen Style gebaut. Allmählich aber ficng man inItalien an, sie auch auf Palläste, Brücken und Stadttho-re anzuwenden. In Mayland wurden 16 Stadtthore vonMarmor, und viele neue Palläste, in Padua 7 Brückenund z neue Palläste, in Genua zwey verschlossene Häfenvnd eine prächtige Wasserleitung, und die Stadt Asii 1280fast von Grund auf wieder erbaut. Nun wurde die Bau-kunst in Italien immer mehr und mehr cultivirt, und imI4ten Jahrhundert sehr große Werke aufgeführt. Gale-ozzo Visconti ciidigte'die große Brücke zu Pavia, diein der Mitte des vorigen Jahrhunderts angefangen wordenwar, und führte in eben dieser Stadt einen Pallast auf, derseines gleiche» noch nicht hakte. Die große Oomkirche zuMayland, eins der wunderbarsten Gebäude in der Welt,wurde um eben diese Zeit angefangen. Die Markgrafenvon Este daueren zu Ferrara, und Albert den prächti-gen Pallast Leiflore. In Bononien stetig man die großeKirche deS heiligen Pctronius, und in Florenz den berühm-ten Tburm der Domkirche an, zwey der vorlreflichstcn Gerbände dieser Z,it in Italien. In Venedig wurde die Kirche8anta lckaria tomwla beynahe noch im antiken Geschmack
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