Baukunst.
lichkelt von Franz l. „ach Frankreich berufen wurde, wver 1542 starb. Er war der erste, welcher die übriggcblie-neu Gebäude der Alten genau inaaß, und darnach seineTheorie einrichtete. Man hat von ihm
5 e,/ro, in 7 Büchern, wovon das 4tc zuerst i;;7zu Venedig gedruckt wurde; Sulzer a. a.O.l. za;. Lo-ren; Lotto, auch Lorenzetto genannt, (s 1541) warder erste, welcher übrig gebliebene Trümmer aller römi-scher Gebäude bey Erbauung neuer glücklich anbrachte;Sulzer I. Z46. Michael Angeld Buonaroti,geboren im Schloß Caprese im Floreministbc» 1474, warnicht nur Maler und Bildhauer, sondern auch ein großerBaumeister, daher ihn Paul III. bey Aufführung der Pe-tccskicche zu Rathe zog, und er hak auch den Riß gemacht,wonach der Dom erbauet worden ist. Er starb 1564. Ja-cob Darozzio, bekannt unter dem Namen Vignvla,baucte zuerst in Bologna, gicng aber hernach nach R01»,um daselbst die Derbe der Alten zu studircn, und erwarbsich daselbst großen Ruhm, indem er und der Baumeisterdclla Porta das wcitläuftigc Gebäude der Pcterskircheunter Sixtus V. ausführten, der am l gtcn May 1590den letzten Stein, unter Abfeucrung der Kanonen der En-gelsburg, legte. Diesen eben genannte» Baumeistern ver-danken wir den Geschmack, der noch bis jetzt in der Bau-kunst herrscht. DcrTriumphbogcn des Septimius Se-verus, des Constanlinus, daS Theater des Mar-tcllus, das Colosseum und die Diokletianischen Bäder,waren die Muster, an welchen sie sowohl die Verhältnisseder einzelnen Meile, als auch ihr Verhältniß zu dem Gan-zen stiidirtcn. Aber alle diese Denkmäler der römischenKunst waren in Zeiten ausgeführt worden, wo sichdieKunstschon weit von ihrer ersten Reinheit und erhabenen Größekntfeint hatte, wo man sich um das außcrwesenkliche bc-muhetc, u»d den wesentlichen Theilen of: affeclirtc Formengab. Jene neuern Banmeister brachten daher i» ihren Ge-bäuden viele Lerkröpfungen, runde, ausgeschweifte und
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