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den Abendländern, vorzüglich in Frankreich und Deutsch»land, wurden hauptsächlich durch die Ermunterung Karlsdes Großen, in der zweyten Hälfte des achten Jahrhu»derts, bey den Klostcrschulcn Bibliotheken angelegt. InFrankreich war die in der Abccy 8r. Qarrriain cle kres zuParis am berühmtesten. In Deutschland will man Karldem Großen die Errichtung der Bibliotheken zu Corvey,Achen und St. Gallen zuschreiben; I. A. FabriciiAllgem. Hist. der Gelehrs. 1751. I. Bd- 14-Hptst.§. 171. /I. Bd. S- 54Z. Besonders hatten die Bib-io-ihekea zu Corvey und Fulda, welche letztere RhabanuSMauruS, Erzbischoff von Maynz, gegen das Jahr 856stiftete, an Alter und Reichthum in Deutschland den Vor-zug. Zu Haiberstadt legte Haymo eine Bibliothek an;I. A. Fabricius a, a. O. S. 54z. Im eilften Jahr-hundert war die Bibliothek zu Hirschau berühmt; Men-sel a- a. O. 2. Abkh. S. 555 - In den mittleren Zeitenwäre« die besten Bibliotheken in den Klöstern, besondersin denen der Benediktiner Mönche. Man schätzte damalsdie schön geschriebenen, mit illuminirten Zeichnungen undGold kostbar verzierten Bücher sehr hoch, wodurch aberdie Handschriften so theuer wurden, daß arme Studircndesich dieselben nicht anschaffen konnten. Dieß veranlaßteschon im izten Jahrhundert fromme and gelehrte Männer,ihre Bücher an Stifter oder hohe Schulen mit der Bcdi».guiig zu vermachen, daß sie ärmeren Studierenden unent-geltlich zu lesen gegeben würden; Merisel a. a. O. 2teAbth. S- 686. In Heydelberg waren vom Ursprünge derBibliothek an zwey öffentliche Bibliotheken, nämlich 1)dte eigentliche Universitätsbibliothek, die aus den Ver-mächtnissen des KanFlars, Konrad von Gcyln Hau-fen, und des ersten Rektors, MarsiliuS von Jng-hen entstand; und 2) die Kurfürstliche Bibliothek, wel-che Ludwig kll. oder der Bärtige anlegte, als er von derKirchcnralhs - Versammlung zu Kostanz zurückkam. Phi-lipp der Aufrichtige kaufte viele Manuskripte zu dce
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