Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
266
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Bildformerkunst.

formerkun st bey den Gnechen. L. XXX^,

erzählt, daß dieses vom D > butades verfcrtigtcBild so langein Coriiilh zu sehen gewesen wäre, bis Mummius dieseStadt zerstörte. Wenn Dibutades lebte, ist nicht be-kannt, doch behaupten auch einige, daß Rböcus undTheoborus von Eamos die Bildsormerkunst zu aller-erst erfunden hätte», und zwar lange vorher, ehe dieBacchiadcu auS Corinth vertrieben worden wären;M'n. //-/?. L-/-. Fp. ir, /eer. Auch des

Wachses bediente man sich frühzeitig, um Bilder dar-aus zu formen. Manefboy beym Porphyriuserzählt, daß der ägyvtische König Amofiö, der 2654Jahre vor C. G- regierte, die Menschenopfer in Heli^poliSabschaffte, indem er befahl, daß man statt der drey Men-schen, die man täglich opferte, drey Wachsfiguren von dernatürlichen Größe eines Menschen brauchen solle; Monat-liche Correspondenz zur Beförderung derErd-«nd Himmelskunde. Herausgegeben voin.Freyherr» von Zach. rßor. Julius. S 5. Ebendieses wird von einem Herkules gemeldet, der 2766 n. E.d. W. starb, und die Kunst gelehrt haben soll, Wachsbil-der zu verfertigen, welche die Figur eines Menschen hatten.Er kam nämlich auf seinem Zuge durch Italien auch zu denNachkömmlingen der Pelasgcr, die dem Apollo Mcnschen-köpfe und dem Saturn geschlachtete Männer opferten; umdiese grausame Sitte unter ihnen abzuschaffen, überredetesie Herkules, daß Saturn und Apolls schon zufriedenseyn würden, wenn sie ihnen Wachsfiguren, welche dieGestalt eines Mensche» hatten, opfern würden; Oes»^/I/. Lysistcatus von Sicyvn,der um Z648 lebte, und ein Bruder des Lysippus war, er-fand die Kunst, Gypsformen von den Gesichtern der Men-schen selbst abzunehmen, indem er die Gypsmasse über daSGesicht goß; nachdem diese Formen hart geworden waren,goß er Wachs hinein, und verbesserte nun diesen Abguß,von welchem wieder einer in Erz gemacht wurde. Vor ihm

bemü-