Bildformerkunst.
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Rakel, weil sic feine Götzenbilder entwandt hatte; rMo-se zi, iy. u. ZO. Diese Götzenbilder hießen Tcraphim,und man vermuthet, daß es kleine goldene Götzen vonmenschlicher Gestalt gewesen wären. Auch die Knechte undMägde Jacobs scheinen Götzen bey sich geführt zu haben;i Mos. z>, 2. 4. — Die Bildformerkunst ficng.mirden weichsten Materien, B. mit Erde, Thon und Wachsan, denen man eine rohe Form gab, die einige Aehnlich-keit mit der menschlichen hatte; man nahm eine walzenför-mige Maße von Erde, setzte eine andere kugelförmige dar-auf, und man glaubte, die Figur eines Menschen nachge-bildet zu haben. Noch vor-dem Jahre 2400 n. E. d. W.lehrte Prometheus, ein asiatischer Fürst am Caucasusund Nachkömmling des Japet, wie man Bildsäulen, wel-che Menschen vorstellen, aus Erde oder Thon verfertigenkönne, den man mit Fließwasser vermische, daher die Poe-ten von ihm dichteten, er habe Menschen gebildet ; Oo/-/.iriee«,?/. Hö. I. L?. L). airvr». ,«/?,'/«/. I-iö. II.
Auch von seinem Bruder, Cpimetheus, wird gemeldet,daß er einen Menschen auskeimen oder Thon gebildet habe;ibonsa. Ik^. 40. — Die Griechen leiten die Bildformcr-kunst vom Dibutades her, einem Töpfer, der aus derStadt Sicyon in Peloponnes gebürtig war, aber nachhermit seiner Tochter, Kallirrhoe, in Corinkh lebte, unddie Kunst erfand, Portraits aus gebrannter Erde zu ver-fertigen. Seine Tochter, Kallirrhoe, hatte cinenLieb-haber, der auf Reisen gehen wollte; sie wünschte dahersein Bildniß zu haben, um sich auch i» seiner Abwesenheitlebhaft an ihn erinnern zu können. Die Liebe machte sieerfinderisch, sie sah den Schatten ihres Geliebten an derWand, und umzog denselben, vermittelst einer Kohle, mitLinien. Diese Erfindung der Tochter brachte den Vater aufeine neue; er füllctc diese Zeichnung mit Thon aus, wo-durch ein erhabenes Profil entstand, welches er trocknenließ, und dann mit andern Gefäßen in dem Ofen brannte.Dieß war der Grund zur erhabenen Arbeit, oder zur Bild-
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