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Dildgießerkunst.
Lellirrn. — Zu Düsseldorf hatte Anton Zezzi eine Fa-brik von in Ccdc gebackcnen Bildern angelegt , jetzt besitztsie Matthias Eßer in Düsseldorf; Anzeiger 1791.Drittes Quartal. Nr. z6.
Dildgießerkunst, Toreutik, ist die Kunst-aus schmelzba-ren Materien, die beym Erkalten wieder erhärten, z. B.aus Wachs, Gyps, auch erweichten Erd-und Stcinmas-sen, besonders aber aus Metallen, Bilder der Menschenund Thiere und andere Figuren zu gießen- Sie entsprang«us der Bildförmeckunst; denn nachdem man einmal Fi-guren aus Thon zu formen nlußke, war es leicht, daraufzu verfallen, dieses auch mit andern Materien, die manerweichen und schmelzen konnte, zu versuchen, und sie inForme» zu gießen. Die Zeit ihres Ursprungs läßt sichnicht genau bestimmen; daß sie aber frühzeitig erfundenworden sey, ist außer Streit.. Schon in den Zeiten derPatriarchen findet man Spuren davon, denn die Götzen-bilder, welche Rahel dem Laban entwandte, waren wahr-scheinlich von einer festen Masse, und vielleicht von Erz;wenigstens hielt der Ritter Michaelis dafür, daß sievon Gold gewesen wären. Die Hedräer kannten die Kunst,Metalle zu schmelzen und zu bearbeiten, sehr früh, den»zu Jsaac's Zeit hatte man schon goldene Armringe, gol-dene Spangen, und andere goldene und silberne Kleinodien,i Mof. 24, 22. 5z. Indessen findet man erst zu Mo-st s Zeit Beweise, daß sie auch die Bildgießerkunst verstan-den. Wahrscheinlich wurde dieselbe den Jsraeliten durchdie Aegyptier bekannt, den» nach dem Auszug« aus Aegyp-tcn zeigten die Israeliten, daß sie diese Kunst verstanden;dieses beweisen das güldene Kalb, welches Aaron umdas Jahr 245; gießen ließ. rMos- zr, 4.; die eherneSchlange, die Moses in der Wüste aufrichten ließ, 4Mos. 21, 9,; die Cherubim, welche Bezaleel um dasJahr 2454 aus dichtem Golde goß, 2 Mos. Z7, 7-^9.und Kap. Zr, r. 4. Eben dieser Künstler, den einig«
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