Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
281
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Bildgießerkunst,

Werks zu tald erkalten, er° das Bette des Metalls so tiefanlegte, daß der Fluß einen kürzern Weg als gewöhnlichmachen, und sich auf die erforderliche Höhe'anschwellenmußte, welche Erfindung so glücklich gcricih, daßderGußfast keines Saubcrns nöthig hatte. Diese Manier ist nach-her in Holland üblich geworden; Allgemeines Künst-ler - Lexicon. Zürch >767. Erstes Supple-ment S. 222. Zu Floren; verfertigte der berühmte Ben-venuto Ccllini (-j- 1570) zuerst mit einem Gußc imJahr 1550 die große Figur des Perseus, der das HauptMcdusens hält, und auf ihrem Körper steht; man glaubt,die Figur lebe, daher man diese und die gleich folgendedurch Johann von Bologna gegossene Statue fürdie vollkommenste» Bildsäulen in Bronze hält. Johann«on Bologna, geb. 1524, ^1608, gal'seinen Figu-ren viel Weichheit und Bewegung, und ist einer der erste»Bildner unter den Neuern. Dcr Großhcrzog Ferdinandck. ließ durch ihn auf dem Platze des alten Pallastes i. I.1594, zu Ehren feines Vaters, Cosinus, ersten Gcoß-herzogs zu Florenz, dessen Bild zu Pferde verfertige». Ergoß auch die Ritter-Staruen dcr Großherzoge Franz undFerdinand, ferner einen fliegenden Mcrcur, der durchGypsabgüssc berühmt und bekannt ist. Sein Jupiter Plu-vius ist ohnftrcitig der größte Coloß unter den neueren.In Genua machte er feit i;8o viele Modelle, die in Erzgegossen wurden. Peter Tacca, (f 1640) ein Schü-ler des Johann von Bologna, vollendete die von letzterem«»gefangene Ritter-Statue Heinrichs weiche nacheiner Zeichnung des Cigoli gemacht seyn soll. Er endigteauch daschPfe'.o dcr Statue Philipps l/I., und bildeteallein Die Statue Philipps 1 ^., deren Pferd blos aufden Hinterfüßen steht, wobey ihm in Ansehung des Gleich-gewichts, Galilei behülflich gewesen seyn soll. Diesebeyden Statuen stehe» in Madrit, im Park Bucu-Rett-ro-— Simon Guillein, geb. zu Paris 1581, s 1658°stellte Ludwig in seinem roten Jahre, zwischen sei-

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