Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Bildhauerkunst.

wo sehr viele und prächtige Denkmäler errichtet wurden.Unter diesen Künstlern sind besonders Arccsilaus zurZeit des ltucius LuculluS, ferner PasiteleS zur Zeitdes Pompcjus, und ZenodoruS, zur Zeit dcS Nero,berühmt geworden. AlS die christliche Religion in Grie-chenland eingeführt wurde, verbot man die Verfertigungder Statuen, die man Idole, Götzenbilder, nannte, da»her die Griechen auch sogar das Mechanische der Bildnereyvergaßen.

In Italien kannte man die Bildhauerkunst frühzeitig,wie die vom Evander errichtete Säule des kriumtzhiren-den Herkules, und die Geschicklichkeit der Hetrmier in die-ser Kunst beweiset. Die Römer hatten indessen nie eineneigenen Stil in der Bildhauerkunst, und nie vorzüglicheKünstln, woran ihr kriegerischer Geist Ursache war. OhneZweifel erhielten sie diese Kunst anfänglich von ihren Nach»Larn, den Hctruriern, und, wie es scheint, machten sienur einen mäßige» Gebrauch von derselben, indem sie Bil-der zur symbolischen Vorstellung ihrer Gottheiten aufstell-ten. Ruma, ihr zweyter König, der um zr/O lebte,verbot es, den Göttern Statuen in ihre» Tempeln zu setzen,welches Verbot jedoch Statuen der Götter überhaupt nichtausschloß, welches die eherne Bildsäule des Janus mitzwey Gesichtern beweiset, dieNuma selbst weihete, /Vr».L,'-. iL. Alle Könige der Römer

errichteten sich zwar selbst Statuen, aber Winkelmannvermuthet nicht ohne Grund, daß sie von HetrurischenKünstler» gebildet wurden, wie denn die Römer überhauptsowohl in Ansehung der Sitte», als auch in Ansehung derReligion vieles von den Hemmern annahmen. Außer denKönigen wurden noch unter ihrer Regierung verdienten Pri-vatpersonen Skatucn gesetzt, welche aber nicht von Römern,sondern ebenfalls von Herruciern gemacht wurden. ZurZeit drS zweyte» pvnischen Kriegs,, der sich Z765 anficng,«nd z/8; endigte, kamen die ersten Werke der griechischenBildhauerkunst nach Rom; dieß geschah durch den Mar -

cellus,