Band 
[Zweyter Theil.]
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Bildhauerkunst.

Z70 n. C. G. regierte, ließ eine Ehrcnsäule, nach Art derTrajanischen setzen, auf welcher Bildhancrarbc-t war, in-er man den guten Geschmack nicht gänzlich vermißt. DieAkademie der Maler in Paris soll eine Zeichnung davonhaben; cker o«/ ar/

ssck--. Anthcmius von Trabes i> V ydicn, den

der Kayser Justinian um das Iah- . 7 besoldete, warein vorzüglicher Bildhauer, und war der erste, der Erdbe-ben und Gewitter so getreu nachahmte, daß man dabeyden Beobachter der Natur in ihm nicht verkennen konnte;ck'e'oco/). I. k^s//irer «ke ssta/hevear. sse///?ü» ruer r/reDie griechischen Kayser schätzten noch die Bildhauerkunst;als aber das griechische Kayscrthum von den Türken, diekeine Bilder leiden, erobert wurde, verfiel die Kunst da-selbst gänzlich.

Die Bildhauerkunst ficng zuerst in Italien an, sichwieder aus dem Staube empor zu heben. Die Gelegenheitdazu scheinen die reichen Handlungsstädtc dieses Landes,«nd besonders Pisa, gegeben zu haben. Der erworbeneReichthum machte ihnen Lust zum Bauen; man ließ ausdem griechischen Kayscrkhume, einige Jahrhunderte vor des-sen Zerstörung, Baumeister und Bildhauer kommen, manbrachte auch antikes Schnitzwcrk aus den Trümmern derehemaligen griechischen Gebäude nach Italien. Endlichberief man auch griechische Maler nach Italien, welche dieZeichnung daselbst wieder empor brachten, und mit dieserhob sich auch die Bildhauerkunst. Um daS Jahr 1216verfertigte ein gewisser Marchione das Grabmal dcSPabsts Honorius I//. in einer zu 8ant2 dlaris dlaMoregehörigen Capclle, welches schon Spuren des wiederkom-menden guten Geschmacks zeigen soll- Vorzüglich gebührtaber der Ruhm der Wiederherstellung der Bildhauerkunst inItalien dem Nikolaus von Pisa, der um i2;z bl>rühmt wurde, und 1270 starb. Er hatte die Bildhauer-kunst von den Griechen gelernt, und seinen Geschmack nachdein gebildet, was er von griechischen Antiken gesehen harte.

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