Band 
[Zweyter Theil.]
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Blattern

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chcm Woodwille sagt, daß er in dein englischen Ameri-ka mit sehr unglücklichem Erfolge geimpft habe, woran sei-ne Unwissenheit Ursache gewesen sey; doch habe er die wich-tige Bemerkung gemacht, daß die Impfung den Ausbruchum 4 bis 5 Tage beschleunige. Im Jahr 17)8 impfte manin Südcarolina 800 bis rooo Menschen, wovon nur 8starben; Wood Wille Nr/?o^ a. a. O. Am spätestenkam die Impfung nach Charlestown in Amerika, wo sieim Jahr l7;8 erst wenig, im Jahre 1760 aber allgemeinangewandt wurde; s- Albers Amerikanische Anna-lena. a. O.

In Frankreich schrieb, Bogne 1717 zuerst von derImpfung, aber erst 1755 wurde diese Methode durch Ho-sty und Tronchin eingeführt; Wovdwillea. a. O.

In Deutschland wurde das Impfen im Jahre 1721unter dem Namen des Blattern, Beizens bekannt. Einerder ersten deutschen Aerzte, der die Inokulation seinem Va-terland« empfahl, war Abraham Vater, Pros. zuWit.tenbcrg (geb. 1682, -j-1751), der fleißig mit den englischenAerzten correspondirte, die ihm wahrscheinlich dlesen Vor»theil bekannt machten, worüber er auch eine Abhandlungherausgab; Meusel's Leitfaden zur Gesch. derGclebrs. zre Abtheil. S> 1275. Wittenberg.Wochenblatt. ißoi. 5Ues Stück. In Deutschlandwar Hannover die erste Stadt, in welcher geimpft wurde,und von welcher auS sich die Impfung nach und nach überdas übrige Deutschland verbreitete. Maitland undWreden waren eS, die im I. 1724 zu Hannover impften;aber der unglückliche Erfolg der Impfung zu Berlin, derwahrscheinlich durch das hitzige Verhalten veranlaßt wurde,schadete der Ausbreitung der Impfung sehr. In Wienwurde 1768 unter der Leitung dcS Jugend ouß ein Jmpf-haus errichtet; s. Woodwille's a. a. O. —

Rosen lehrte das Dlatterngift durch versüßtes Quecksilber,

Harz