Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Blattern.

Impflinge, blieb aber frey. Ohne an die schützende Ei-genschaft der Kuhpockcn zu denken, wurde in der Familiedieser Frau und ihres Gatten die unbefangene Beobachtunggemacht, daß die Kinder selten von Kindcrblattern, häufigaber von den Kuhpockcn angesteckt worden stycn. 4) Schonvor iz Jahren sah ein noch lebender Prediger bey einemPachter fünf mit inoculinen Kuhpockcn behaftete Kinder.Der jüngste Bruder, dem oie Kuhpockcn noch nicht inocu-lirt worden, kam krank nach Hause, und bekam die Kin-derblattern, aber kcins seiner fünf Geschwister wurde ange-steckt. Herr Jnspecior Carstens in Mönchncversdorfmeldete, daß seine Vorfahren und Verwandten sämtlich dieKuhpocken gehabt, aber nie die Kindcrblattern bekommenhatten. Laboub^e d. j. zu Bordeaux wollte sogar denEngländern die Entdeckung der Kuhpockcn-Impfung streitigmachen, und die Ehre derselben einem Bordeauxcr Arzte,Boniol, zuschreiben, der 1789 eine viss. ft>r la mslsrliecpiriooiiguc eles gnimaux et lur los mo/eiis propres k lesconkerver, herausgab; s. Intelligenz - Blatt derAllgem. Ltt. Zeitung. Jena- rrior. Nr. 199.

Der englische Arzt Pearson stellte nun auch Versu-che mit den Kuhpocken an; unter andern schickte er auchvier Männer, welche die Kindcrblattern nie gehabt, aberdie Kukpvckcn ausgestanden hatten, »ach dem Smallpox-Hcspital in Gloucestershirc, um ihnen da die Kinderblat«tern inoculiren zu lassen, aber keiner bekam sie. Die Kin-der dieser Dätcr wurden mit dc» Kindcrblattern oeulirt;die Vätcr giengcn täglich mit ihnen um, und blieben dochvon aber Ansteckung frey. Pcarson machte seine Versuchein folgender Schrift bekannt:

rir/^ //>L 0/ e/-c (su, />o.v r/c. Loue/o/r. 1798- l).

G. P ea so n' s Un t c rsu ch 11 n g über dicGcschichtedstr Kuhpvcken in besonderer Hinsicht auf dieAjusrottnng der Kinderpocken. AuS demEn'gl. ihr». Auch Jenner gab wieder eine Schrift

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