Blaues Feuer. Blarifarbenwerke. z l
noch in dem Besitze dieses Geheimnisses; s. VermischteAbhandlungen bergmännischenund pbysikali-schen Inhalts von Kolbe. 1796. 2. B. S> 145.Herr v. Rei chard in Weimar empfahl 1798 eine schönedunkelblaue Farbe für Maler, die er blauen Carmin nennt;Busch's Almanach der Foctschitte in Wissen-schaften, Künsten u. s. w. zter Jahrgang.1799. S- 440. Herr Höpfner gab eine blaue Farbezur Oelmalerey an; ihre Bereitung steht in IacobsonS tech-nologischem Wörterbuch, foctges. vonRoscnthal. V. S-Bcrgl. Blautinctur, Berliner - Blau, Leuclres blcure»,Knochen, Sächsischblau, Schmälte.
Blaues Feuer wurde 1667 zu Berlin erfunden. Allgem.Deutsche Bibliothek. 121. Band. 2tes Stück. x. 582.folg.
Blaufarbenwerke liefern hauptsächlich drey Produkte, näm-lich i)Safstor, den man aber, weil seine Namensahnlich-keit mit einer vegetabilische» Farbe leicht eine Verwechselungveranlassen kann, lieber Zaffara oder Zafflor nennen sollte,wie er denn auch schon im >6tcn Jahrhundert von einigenZaffeca genannt wurde; 2) Esche!; z) Schmälte. DieBestandtheile dieser Farben sind Kobalt und geröstete Kieses,wozu bey der eigentlichen Schmälte vorzüglich noch Potta-sche gesetzt wird. Zur Schmälte, so wie zum Eschel, mußder Kobalt mit den gerösteten Kieseln erst zu einem blauenGlase geschmolzen werden, welches sodann gepocht und ge-mahlen wird. Die eigentlichen Geheimnisse dabey beruhenauf der Mischung der Theile, in dem feinen Fermahlen,und vorzüglich darauf, daß man alle Sorten nach der B«-stellung liefern kann. In Sächsin bereitet man aus jenendrey Produkte» überhaupt gegen 2; Sorten, da hingegen inBöhmen nicht viel über 4 bis 5 geliefert werden. Eineoder die andere feinere Sorte, welche einem Ultramaringlich, soll verloren gegangen seyn, indem ein Farbenmeistccdieses Geheimniß auf einem der Tciccischen Familie gehöri-gen