zr Blaufarbenwerke.
gen Werke mit sich ins Grab nahm. Die Holländer besi«tzen auch noch einen oder den andern Vortheil in der Vered-lung, selbst der sächsischen Farben. Sie verfeinern näm-lich die sächsischen Farben durch das Raffiniren (Berg-männisches Journal, August.), welches
wahrscheinlich theils durch noch feineres Mahlen zwischenhorizontalen Mühlsteinen, theils durch das zugleich gesche-hende Beuteln bey sehr langsam umlaufenden Steinen, umdas Verstauben zu verhüten, vorzüglich aber durch die viel-fache Vermischung dieser Farbenarten, bewirkt wird.Die Holländer sollen auf diese Art 55 Sorten liefern. Wennman zuerst angefangen habe, Saflor zu bereiten, ist nochnicht ausgemacht. Rößler, der 167z, im 76ten Jahreseines Alters starb, giebt in seinem Hven/s
Dreßden. l7oo.S. 165. zu verstehen, daß schoni;o Jahre vor seiner Zeit Kobalt gewonnen, und alsSafioc verhandelt worden sey. Melzer in seiner Berg-klauftigen Beschreibung Schneebergs S- 469.sagt; daß ein Franke, Peter Weidenhammer, dessenName, mit der Jahrzahl 1520, in der großen Kirche znSchuecberg hinter der Kanzel im untern Fenster steht, durchBereitung einer Farbe aus Wismuth- Graupen, in Schnee-berg reich geworden sey, woraus man vermuthen will, daßman schon feit 1500 in Sachsen den Kobalt in Saflor ver-wandelt habe. Bannuccio Birtngoccio, der §nEnde dcS i5ten und zu Anfange des i6ten Jahrhundertslebte, nennt in seiner Pyrvlcchma, die 1540 zum ersten-mal zu Venedig gedruckt wurde, den Saflor Zaffera,und beschreibt seinen Gebrauch zur Färbung des Glases.Auch Hieronymus Cardanus, der i;75 starb, nenntZaffera eine Erde, die das Glas blau färbt; cks
Lr/-. Die -er/hen Nachrichten von der Schmältefinden sich unter der Regierung des Kurfürsten Augusts I.von Sachsen. Chcisiian Lehmann, Prediger zuScheibenvcrg und Vrrfaffcr deS historischen Schau»platzeS des Meißnischen Obererzgebirgs, dec
1688
X