Dlaufarbenwerke.
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rL88 starb, erzählt nämlich von der Erfindung der schmältefolgendes: Christoph Sckürer, ein Glasmacher vonder Planen , (welcher Ort jetzt zu Böhmen gehört) zog ge-gen die Mute des i6t«n Jahrhunderts nach Ncudeck aufdie Ellicnbütte, wo er Glas machte, und zufälligerweiseauf die Schmelzbarkeit des Kobalts aufmerlfam gemachtwurde. Er sah die schvnfarbigen Kobalte zu Schneeberg,nahm etliche Stücke mit , und versuchte sie mi Glasofen;da er nun sahe, daß sie schmelzten , mischte er Kobalte mitzader Asche und den übrigen zum Glase erforderlichen Materia-lien» und erhielt dadurch ein vorzüglich schönes blauesGlas. Er bereitete auch selbst daraus eine Art blaue Farbefür die Töpfer. Diese Farbe hm nach Nürnberg, woman sie bewunderte; daselbst lernten sie die Holländer ken-nen , die den Derftrtiger ausfindig machten, sich nälwr beyihm erkundigten, und ihm die Bereitung dieser Farbe ab-lernten, aber die Kobalterze dazu geröstet aus Schneeberzkommen lassen mußten. Zl m Zermcihlen des blauen GlaseSbediente sich Schüret anfangs einer Handniüble mit einemSchwungrade; späterhin legte er aber eine Farbenniiihlc an,die vom Wasser getrieben wurde. Christian beb m anttsage, daß die Farbciimühlen damals, als er schrieb, ckw»iQo Jahre alt gewesen wären, und da er vermuthlich erstnach Endigung des dreyßigjahrigen Kriegs schrieb: ,h istman geneigt, die Erfindung der Schmälte zwischen die Ja bet1540 und 1560 zu seyen; Kloisch Sammlung zukSächsischen Geschichte; IV. S-;6z. BeckmanlisBeyträge zur Geschichte der Erfindungen'. III,Ed. 2kes Stück. S- 202-224. Die Holländer funKn nuitauch an, Farbeiimühlm zu errichten, und kauften die ge-rösteten Kobalte i» Schneeberg auf. Damals galt dceCenrner Farbe in Schneeberg 7^, in Holland aber 50 bis60 Gulden. Um den Dcrschleif der Kobalte in Schncebeigzu verhüte», privilegirte Kurfürst August I. i. I. 157^zwey seiner Diener, Hanns Jenitzschc» uiid HannSHarrern, mit der Aufbereitung und dem AufkaufL. Handb. d- Exf. r. rh ,, Mb. C dec