Blitzableiter. 6-
chen vor den Beschädigungen des darüber gehenden elektri-schen Schlags sichere. Vcrgl. Elektricität.
Blitzableiter/ Gewitterableiter, Wetterableiter/ Wet-terstange/ ist eine spitzige,, oben stark vergoldete, einenhalben bis dreyvicrtel Zoll dicke metallene Stange, dieüber einem Gebäude errichtet, und an demselben herab inein Wasser oder in die Erde geleitet wird, welche Vorrich-tung den Nutzen schafft, daß sie entweder die Elektricität derWolken, als die Ursache des Blitzes, stillschweigend undohne Schlag in sich saugt und zur Erde führt, oder dochden entstehenden Blitz auffängt, und auf einem bestimmt,-nWege, ohne Schaden der Gebäude, Schiffe, Menschenu. s. w. in die Erde leitet. Alle Blitzableiter zerfallen über-haupt in zwey Gattungen: i) in solche, die der M-nsch mitsich herumführt, um seine Pcrsün dadurch vor dem Blitzezu sichern, wozu besonders der Blitzschirni und Hemmerselektrischer Spazicrstock dienen; 2 ) in Blitzableiter für Ge-bäude. Diese sind entweder feststehende, oder L. tragtbare und bewegliche. Beyde zerfallen wieder in zwey Ab«theilungcn: s) in stumpfe, b) in zugespitzte. Don letzte-ren hat man wieder zwey Klassen; nämlich «) mit einerSpitze, /Z) oder mit mehreren Spitzen. Die Form dieserSpitze ist dt) entweder conisch, oder 2) pyramidenförmig.Alle Gewitterableiter kommen darinn übereil,, daß sie auSeiner metallenen Leitung bestehen, die von dem höchsten Gi-pfel eines Gebäudes in die Erde geführt wird, nur die Formund die Befestigung dieser Leitungen sind verschieden. DaSbeste Metall zu den Leitern ist Kupfer, weil dieses nicht soleicht, wie Bley, Zinn und Eisen durch den elektrische»Funken geschmolzen wird.
Man hat die Frage aufgeworfen: ob wohl die Alteneinige Kenntnisse von diesem Gegenstände gehabt Härten s --und aus mehreren römischen Sagen will man die Folgerungziehen, daß bereits die Emisker und nach ihnen die-Römerunter den Königen Versuche, den Blitz zu leiten, angestellt
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