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Blitzableiter.
Cbe man die jetzigen Blitzableiter erfinden konnte,mußte man nothwendig erst wissen, daß die elektrische Ma-terie sich sortleiten, durch gewisse Körper, besonders durcheiserne Spitzen, sich auffangen, und ohne plötzliche Einla-dung ableiten lasse, daß ferner das elektrische Licht keinphosphorischcr Ausfluß, sondern ein wirkliches Feuer sey,welches gleich dem Blitz zünde, daß endlich der Blitz unddie elektrische Materie völlig einerley und nur im Grade derStärke verschieden seyen. Wußte man dieses, dann konnteman es auch versuchen, die in den Gewitterwolken befind-liche Elektricität, gleich der durch die Kunst erzeugten Elek-tricität, aufzufangen und ohne Schaden abzuleiten. Zudiesem für die Menschheit so heilsamen Ziele gelangte manerst durch viele Versuche, unter denen folgende die wichtig-sten sind. Vor dein Jahre r66g wußte Otto von Gue -kike nie
/?^ss. 1672. b>ik. IV. c. i;.) schon, daß sich die elektrischeKraft, in einem gewissen Abstand, längs einem Zwirns-faden fortlcite, und v. Wallis in England verglich schonum 1708 den Funken und das Knistern an elektrischen Kör-pern mit dem Blitz und Donner; s Blitz- , Im Jahre 17Z0machte Stephan Gray in England (Univerfal-Lex. Vlll. S. 710.) bekannt, daß sich die Elektricität durchDrat fortpflanze, und bemerkte zuerst, daß das Leuchteneines spitzigen Drats im Dunkeln die Gestalt eines Pinselsnachahme, oder daß der Drat, wenn man sich ihm mit derstachen Hand näherte, frcywillig Feuerbüschel d. i. eineMenge Strahlen ausströmte, die sich immer weiter ent-fernten ; s. Beschrcib. cincs niatheinat. physikal.Maschinen, und Instrumenten Kab»inets, vonJoh. Conr. Gütlc. 1790. I. St- S- iy. Grayfühlte auch 17Z4 oder 17Z5 zuerst die elektrische Verstärkung,wobey er auf den Gedanken kam, daß die elektrische Mate-rie mit Blitz und Donner einerley seyn und demselben wohlgar gleich gemacht werden könne; s. Kle! stische -Flascheoder Vcrstarkungsflaschc. In den Jahren 174?
und