Blitzableiter. 73
und 1744 zündeten der Professor Winkler in Leipzigund Ludolph in Berlin zuerst Weingeist vermittelst deselektrischen Funkens an und bewiesen dadurch, was DuFay schon behauptet hatte, daß nämlich das elektrischeLicht kein phosphortschcr Ausfluß, sondern ein wirklichesFeuer sey, welches gleich dein Blitz zünde- Du Fayzeigte ferner, daß Metall und flüssige Körper durch Reibennicht elektrisch würden, welche Entdeckung in der Folge aufden Gedanken führte, sich des Metalls zum Leiter des Bli-tzes zu bedienen, und den untern Theil deS Ableiters inWasser zu leiten. Im Jahre 1743 äußerte Rollet, daßsich zwischen dem Blitz und den elektrischen Erscheinungenviel Aehnlichkeit finde, und Winckler in Leipzig behaup-tete 1746 mit Gewißheit, daß der elektrische Funken mitdem Blitz einerley sey und daß beyde nur im Grade derStärke verschieden wären; so Blitz. — Rollet ent-deckte hierauf, daß eine Kleistischc Flasche ihre ganze Llek-tricirat stillschweigend nach und nach verlor, wenn manihre» Hacken eine eiserne Spitze entgegenhielt, und schloßhieraus, daß die eisernen Spitzen, wenn stein den elektri-schen Dunstkreis kommen, nach und nach die Elektricität insich saugen und sie ableiten, ohne daß es leicht zu einemSchlage oder zu einer plötzlichen Entladung kommt; I. C.Gülle Beschreibung a. a. O- G. 27. Ferner legteRollet eine 18 Fuß lange blechernc Röhre auf seideneSchnüre horizontal in sein Fenster, so, daß die Röhre halbaußer und halb in dem Zimmer war; sobald es nun nur«in wenig donnerte und blitzte, wurde die Röhre so elektrisch,daß man damit das Kleistischc Experiment machen konnte.Er nah»,-wahr, daß die Kraft der Elektricität aufhörte, so-bald der Donnerschlag geschah, aber wieder kam, wenn esblitzte, ohne zu donnern. Rollet äußerte daher, daß mansich, wenn die Elektricität zum Grunde gelegt würde, vonden, Gewitter eine weit richtigere Vorstellung, als bisher,würde machen können; Harkmann a. a. O. S. 32und Z3- Atzt wurde man auch auf die Lichlflammen a»f-
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