Blitzableiter. 9»
von der Grundfeste des Gebäudes entfernt, am besten inein Wasser, oder wenigstens etwas tief in den Erdboden ge-leitet. Die Auffangespitzcn müssen nur 70 bis 80 Fuß voneinander entfernt liegen, und wenn ein Gebäude merklichhervorragende Ecken hat, muß auf jeder Ecke eine zugespitzteStange errichtet und mit dem Ableitet verbunden werden;f. Macsilius Landriani voin Nutzen der Blitz-ableiter; aus demItal. übcrs. v 0 n G- Mnller.
Wien 1786. Beyspiele von Gebäuden, die der Blitzab-leiter nicht gesichert hat, sind die Kirche zu Genua(Sammlungen zurPhys. und Naturgesetz, li. B.5. St. S- 588) und das mit 8 Ableiten, versehene Werk-Haus zu Heckingbam bey Nsrwich (kV-rV. ^0/. l-XXll.k. II.), wo der Blitz am 7ten Jun. 1782 dennoch zündete.In Hcckingham lag die Ursache an einem Fehler in der Donricbruug. Solche einzelne Falle, die nichts gegen die Nütz-lichkeit der Sacke selbst beweisen können, vergleicht Lich-tcnbcrg mit Kindern, die an den inoculirten Blatternstarben. Die Einwürfe wider die Blitzableiter hat Ret-marus (Dom Blitze. Kap. rz ) vortrefflich wider-legt. Die Ableiter des Herrn Maine bestanden ausStangen, die mit einander in Gestalt der Haken verbundenwaren, allein solche unterbrochene Ableiter, so wie auchKetten, sind äußerst gefährlich; Schauplatz der ge-meinnützigsten Maschinen, von Kauze II. Tb-r7S7. S. 700. folg. Herr von Saussurc in Genfgab sehr einfache Blitzableiter an. Er setzte auf die Wetter-fahue oder auf den Schornstein des Hauses eine -o — 12Fußhohe eiserne Stange, von deren unterm Ende ein ausdreyfachem Messingdrak zustiinmciigeflochtcner Strick dichtan dem Gebäude herabläuft, und an einen feuchten Ort,den man mit einer Einfassung umgiebk, in die Erde geleitetwird. Jeder von den drey DrÄhen, woraus der Strickgemacht wird, hat die Dicke eines Federkiels; sind sie nichtlang genug, so werden mehrere an einander gelöthet; biH -tenbergs Magazin, ll. B- 4- St. i?84. S- 210.