Band 
[Zweyter Theil.]
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Chemie N. Dd. < 8 . 84. Priestley und Crawfordbehaupteten, daß dir Luft dem Blute in den Lungen WärmeMittheile und Phlogiston entziehe, und daß diese Gefreyunzpvm Phlogiston die Hauptursache der rötheren Farbe sey,rvelche daS Blut in den Lungen annimmt, und in denSchlagadern zeigt; aber Hewsyn (fbr/. i^o/. I.X,

x- Z68.) will die Entstehung der rötheren Fache lieber ausden lymphatischen Gefäßen und der Milz herleiten.

Mit der chemischen Zerlegung deS BlukS haben sich Men,Hhini, Roueile, Bucquet und Mac quer beschäftigzet. DaS Blut besteht aus einem lymphatischen oder ftrö«sen Theil, nämlich dem Blutwaffer oder ftrum, a»s einemrothen glol'Ulöicu Theil oder den Blutkügelchrn,, und auseinem fasengten Theil, Bey genauer Prüfung dieser Theilefanden die genannten Chemiker tin Blutwaffer ein freyesMineralisches Alkali, und in den Blurkügelchen eniderktenfie einen Antheil von Eisen, dem sie die rpthe Fache desSims zyschrribkn, Der Zutritt der reinen Luft erhöhet nurdiese rothe Farbe, Aus dem fafcrigtcn Weile y(s Blutserhielten sie einen flüchtigen qlkalischen Spiritus, festesflüchtiges alkalisches Salz in großer Menge, und ein schwe-res stinkendes Oel. DaS Izückblcibsel war leicht unhschwammigt, und enthielt viel Mchensalz, und feuerbestäu-diges mineralisches Alkali; Gchler's physi ka!, W öc,t erbuch. i. S- 404. 405. Neuerlich hatI0 hn H un-rer in England viele Versuche über das Blut angestellt,und solche 1794 bekannt gemacht; I. Hunters Ver«suche über das Blut, die Entzündungen unddie Schußwunden, nebst einer Nachricht vondem Leben des Verfassers, von Everhard Hs»me, a. d. Eng!, nbers. von I). E. B- G.Hchen-streit. Leipzig. 1797.

Zm i7ten Jahrhundert suchte man die Ursache derMisten Krankheiten in cinein verdorbenen Blute, so wiejetzt in den Nerve», bim hatz verdorbene Blut geschwind zu

ver»