Bombe.
ihre Wirkung thut. Schon seit deck 7tcn Jahrhundert be-diente man sich der Feuerkugeln von Schwefel, Harz, Pechu. s. w., welche man oft m runde irdene Gesäße verschloß,oder über steinerne und später über eiserne Äugeln formte,die man bald mit Mursmaschincn z. B. Blydc» und Mail-gen, oder mit Handschleudern von eisernem Dralh, gegenden Feind warf. So wird in des 5 /r^e-.
l. 7>. d. l. 690. n. C- G. er-
zählt, daß Hagiagaus im Jahr 692. «. C. G. Meccabelagert, und vermittelst des Naphtha und des Feuers Ge-schosse auf die Caba geworfen habe, welche ihre Dächerzerschmetterten, anzündeten lind j>I Asche verwandelten.Alle diese Wirkungen konnte eine steinerne, mit brennbarenMaterialien überzogene, und mit einem Wurfzeug abge-schleuderte Kugel hervorbringen. Don Iayme t., Königvon Arragonie», brauchte im Jahr I2z8 bey der Belage-rung der Stade Valeuzia eine Art großer Schwärmer, dieaus 4 Pergamenrbautcn bestanden, mit feuerfangendcr Ma-terie angefüllt waren, und an dem Orte, wo sie niederfie-len , zersprangen. Dieses Brandzcug hat zwar einige Achwlichkeit mit den Bomben, kann aber bey weitem noch keineBombe im eigentlichen Sinne genannt werden. Man be-diente sich auch zuweilen, statt der Brandkugcln, größerereiserner Kugeln, die man glühend machte, und so fortschleu-derte, um Gebäude dadurch anzuzünden. Wenn UlmannStromer, der 1407 starb, in seiner Chronik erzählt,daß sich Stephan II., Herzog von Bayern, iin Jahriz88 bey der Belagerung von Rcgensburg besonderer Ge-schosse bedient habe, die man für Bombe» halten will, so sindvielleicht solche glühende Kugeln oder solche Geschosse darun-ter zu verstehen, die man vor Erfindung des Pulvers schonbrauchte, aber keineswcgcs Bomben zu nennen sind, ob siegleich zur Erfindung derselben Gelegenheit gegeben habenkönnen. Die Bomben und Möser wurden erst in derMitte des istcn Jahrhunderts von dein Fürsten Nimmt,Sigiömund Pandulph Malatesta erfunden, den«