Bombe.
rzr
schrei bung Z. Th. Kap. Z4.) zuerst, die Brandröhrennicht eher in die Bombe» zu setzen, bis diese geworfen wettden sollten, und man auö dein geschehenen Probewurf wis-sen könne, wie viel sie Zeit nöthig hätten, ihre Bahn zudurchlaufen. Man richtet sich dann entweder mit der Län-ge der Brandröhren nach der Länge der Feit, welche sie bten«nen sollen, oder man bohrt in der verhältnißmäßigen Längevon oben herunter an der Seite ein Loch hinein, durch wel-ches der Feuerstrahl herausfährt/ und die Ladung der Bom-be zündet, wenn der in der Bcandröhre befindliche Sah bisdahin aufgezehrt ist. Um dieses bey schon geladenen Bom-ben zu bewirken, mußten die Brandröhren herausgezogenwerden, indem man ein Seil fest um den Kopf der Brand-röhre schlang, bey demselben die Bombe aufhieng, und solange mit hölzernen Hämmern auf die letzte schlug, bis dieBrandröhre hcrausgicng und die Bombe niederfiel. Weildieses langweilig war, fiel David Förster, ein deutscherFeuerwerker in französischen Diensten, bey der Belagerungvon Sk. Omer >677 auf ein kürzeres Mittel : er ließ denKopf der Brandröhre abschneiden, um sie alsdann hinein-treiben und die Ladung der Bombe ausschütten zu können,worauf er die Brandröhre mit einem Weisel zerspaltete undStückweise herausnahm. Diese Erfindung kostete aber, daeine Bombe bey diesem Verfahren Feuer ficng, ihm undandern Personell das Leben; Gkislers neue und cu-rieuse Artillerie. S. 65. Um ähnliche Unfälle zuverhüten, und demohngeachtet die Brandröhren der Bom-ben geschwinder herauszuziehen, erfand der französische In-genieur Bouguet eine Art Schraubenkloben mit einemgalgenförmigen Gerüste, das auf die Bombe gefetzt, derBrandcr hierauf mit dem Kloben gefaßt, und vermittelsteiner zweyten oben befindlichen Schraube herausgezogenWird; lavr. k. p. zoö. Seit
1766 wurden die Bomben in Frankreich conccnrrisch gegos-sen, von der innern Rundung aber, zur Verstärkung, in-wendig ein Segment abgeschnitten, welches die gewöhnliche
I s Eisen«