Bombe.
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die halbe Stadt abgebrannt ist." Malthus, ein engli-scher Ingenieur, den Ludwig XIII. in seine Dienste nahm,führte den Gebrauch der Bomben in Frankreich «in, undbediente sich ihrer zuerst r6z4 bey der Belagerung ^von LaMotte in Lothringen; Hkr/eHe/r ^ /V/-
Dvir'/e Um die Mitte des l^ten Jahrhun-
derts wurden die Bomben häufig noch mit zwey Feuern ge-worfen , indem man die gegen die Mündung des Mörsersgerichtete Brandröhre der Bombe zuerst anzündete, unddann der Pulverkammer des Mörsers Feuer gab- DasBrandloch der Bombe unmittelbar auf die Pulverladung zusetzen, war zu gefährlich, weil Bomben und Bcandkugel»gewöhnlich dabey zersprangen. In der Folge aber über-zeugte man sich, daß die Bomben dennoch Feuer bekamen,wenn gleich die Brandröhre aufwärts, nach der Mündungzu, gelichtet war; daher man seit dieser Zeit lieber aus derDunst, als mit zwey Feuern, warf. Hoyer Geschich-te der Kriegskunst, ll. S. 44 - 45- Um die Mittedes i/tcn Jahrhunderts machte man die Bomben durchgän-gig von einerley Eiscnstärke; doch sagt Malthus (vrei-sse /t! Lrre>^e. ) : man könne ihnen ei-
ne» dickern Boden geben, um das Brandloch allezeit obenfallen zu machen. Den Kopf der hölzernen Brandröhre ließman bis auf einen halben Kaliber Herausstehen, da aber dieBrandröhre beym Aufschlagen der Bombe auf die Erde oftabgeschlagen wurde, und also die Ladung kein Feuer erhielt,so machte man in der Folge die Köpfe kürzer; H 0 ycrGe-schichte der Kriegskunst, l. S. 42z. Indessen sahman bald die Nothwendigkeit ein, die Länge der Brander soeinzurichten, daß die Bombe beym Aufschlagen bald zer-sprang. War also die Brandröhre zu groß, so ließ mansie, als man die Bomben noch mit zwey Feuern warf, dieerforderliche Menge Secunden im Mörser brennen, ehe manletzten, zündete, so daß die Bombe mit Beendigung ihrerBahn auch zersprang. Da aber dieses bey dem Werfen ausder Dunst nicht angieng, so rieth Mierh (Geschützbe-
schrei»