Borax.
Pounxa. Dieser Tinkal kommt zum Theil aus Pcrsicn ingrünlichen, fettig anzufühlenden Stücken, oder in undurch-sichtige» grünlichgelben sechsseitig prismatischen Krystallen,mit allerley fremdartigen, fetten und schleimigen Theilenvermengt; eine andere Sorte erhält man aus China inweißgrauen Klumpen, die weniger fett riechen, und mit ei-nem weißen crdigtcn Staube vermischt sind. Sonst hieltman den Borax im Tinkal fast durchgängig für eine durchKunst erzeugte Substanz. Herr Pcdre Vitalis Kuofand aber dergleichen natürlichen Borax oder Tinkal iin Kö-nigreiche Thibet, zwey Ellen tief unter der Erde, theils sogroß wie Mannakörncr, theils wie weiße Bohnen, theilsin halb klaren Krystallen von der Größe welscher Nüsse,und schickte solchen Tinkal an Grill Abraham son (vomPounxa oder natürlichem Borax, in denSchweb. Abhandl. Bd. XXXIV. S- Z17.), der dannzuerst natürlichen Borax nach Europa schickte, den Enge-ström (Versuche mit der Pounxa, in den Schweb.Abhandl. Bd. XXXIV. S. zry.) untersuchte und fand,daß es ei» mit vielem Borax vermengter Mergel war. Auchhat man die Bestandtheile des Borax an andern Orten na-türlich angetroffen; Herr Höfcc aus Cölln am Rhein, dersich in Florenz niederließ, entdeckte in Toseana im Wasserdes Lagone Cerchiajo und Castel nuovo ein wahres natürli-ches Sedativsalz; /s/»vr r7 ».rtttevr/s
Is/ca/ra r« 1778. Auch hat Mascagnt
an den Usern der genannten^Secn krocknes Sedativsalz ge-funden; Gehler physikal. Wörterbuch, m. S. Y58.Nachher haben sich mehrere Reisende an Ort und Stelleüberzeugt, daß der Tmkal in Indien natürlich angetroffenwird; s. Saun ders, Wundarzts in Bengalen,Nachrichten über einige Produkte in Butan«nd Tibet, in Gren's Journal der Physik Bd»li. S. 88- folg. Briefe von Will. Vlane und P.de Rovato über die Produckion des Borax,mitgetheilt von Förster, in Sprengels Bey-
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