Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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iz6 Boretsch.

trägen 'zue Völker» und Länderkunde- §h. ix.und Lichtcnbcrg's Magazin für das Neuesteaus der Physik. VI. Bd. z. St. G- zy. folg. Die-scn Nachrichten zufolge bildet er stch an seichte» Stellen ge-wisser salziger Landscen. Hierdurch ist ev außer Zweifel ge»fetzt, daß aller im Handel vorkommender Tinkal von derNatur erzeugt wird; Gehler pl, ys. Wörterbuch, l.S> 406. V. S. i8z. 184- Sonst erhielt man den Boraxin reinen Krystallen oder den raffinirkcn Borax aus Venedig,jetzt aber aus England, Holland und PariS, wo man ihnaus dem Tinkal scheidet. Das Rasfiniren des Tinkal oderPounxa geschieht dadurch, daß man Wasser in einem metal»lcncn Kessel kocht, dann den Pounxa hineinschüttet und um»rührt, bis alles zergangen ist; dann laßt man alles in ei»ucm andern Gefäße abkühlen, endlich gießt man das darü»verstehende Wasser ab, wie mit dem Salpeter verfahrenwird.

Boretsch, bor-go ossicimiiz, ist seit dem vierzehnten oderwenigstens seit dem l)ten Jahrhundert, nicht nur zur Arz-ney, sondern auch zum Gebrauche der Küche gesäct wor-den. Die jungen Blätter, welche aber sehr bald hart, rauh> und ungenießbar werden, wurden in Suppen, die schönenblauen Blumen zwischen Salat, auch in Wein gethan;auch wurden sie mit Zucker eingemacht. Wahrscheinlichwar diese Pflanze den Alten nicht bekannt, und Herr Hof-raih B e ck m a n n halt den Nicol. Myreposus (sec/.

110. 221. 224.), der zu Anfange des !4tcn Jahr.Hunderts lebte, für den ersten, bey welchem das Wortvorkommt, das wohl gewiß bors^o seyn soll.Der Boretsch ist wahrscheinlich eine ausländische Pflanze,ob sie gleich in unsern Gärten ein hartnäckiges Unkrautwird; scheu Casalpin sagte, sie sey aus andern Ländernnach Italien gebracht worden, und Linn/ behauptet alszuverlässig, daß sie zuerst aus Al-ppo gekommen sey. Jetztwird Boretsch, wenigstens in deutschen Küchen, nicht mehr

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