Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Brakteaten,

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und Buch; neben ihm den Bischof mit dem Krummstabe inder Linken, die Rechte zum Schwur erhebend. Aus denWolken ragt eine segnende Hand herab. Die Aufschrift ist:8i^efticlus Lpile. s 8anctus kilianue. I„ Brandenburghat man Brakteaten von Albrecht dem Bar und vonden O klonen/ auf der von Albrecht, Marggrafen vonBrandenburg von HZ4 bisn68, sieht man den Marggrafenund seine Gemahlin, mit der Aufschrift: Reibens dlar-cliio ; sie wiegt 14 Gr. — Von der Aebtissin zu Qued-linburg, Beatrix, von n ;9 bis n6r, hat man eineBrakteate, welche die Aebtissin sitzend, init einer Lilie undmit einem Buch«, vorstellt, mit der Aufschrift: Liarrix Ui.6r. Quicielxebur. Dom Kaiser Friedrich t., dervon H52 — rryo regierte, hat man eine Brakteate, aufder man den Kaiser zu Pferde, mit Fahne und Schild,sieht, nebst der Aufschrift: kttäericue imz>erator. üluiehuli»nensts Oenarius.

Bis jetzt wären also die Brakteaten vonK- Lothar !k.,und vom Crzbischof Ad albert von Maynz die ältesten,bis sie durch neuere Entdeckungen verdrängt werden. Diein der Abtey Gengenbach 17)6 gefundenen können auf einhöheres Alter Anspruch machen, wenn das gegründet wäre,was Schöpft in sagt, welches aber mit Recht bezweifeltwird. Was zu dieser sonderbaren Gattung von MünzenVeranlassung gegeben haben mag, darüber ist män nichteinig. Einige meinen, die römischen k^umi lubacrati hät»ken dazu Anlaß gegeben, andere sagen, man habe keineStempelschneider und keine Prägcgcräthschafte» gehabt,uikhin habe man sich mit solchen Münzen behelfen müssen,«ndere leiten ihren Ursprung von der Dürftigkeit der altenteutschen Norinaniier und Slaven an Silber her. HercMader hält aber diese Münzen nicht für einen Beweisv-n der Unwissenheit und Armuth der mittleren Zeiten, son«d,rn mehr für eine merkwürdige Erscheinung des aufwachen-den deutschen Geistes, deS Bestrebens der Künstler, der

K » Pracht«