Brandewein.
Brandkugeln; Hoyer Geschichte der KriegskunstI. S- rZi- Im r6ten Jahrhundert bestanden die Brand-kugeln aus einer Mischung von Harz, Pech, Schwefel,Salpeter und Schicßpulver, welches zusammen geschmolzen,und noch warm in einen Sack von grober Leinwand gedrückt,dann der Sack mit Stricken übcrstrickt und in zerlassenesPech getaucht wurde. Gewöhnlich hatten sie eine ovaleForm, aber im i7ken Jahrhundert wurden die runde«Bcandkugcin eingeführt, vcrgl. Carcasse. Im Jahr1762 wurden bey der Englischen Artillerie eine Art Brand-kugeln eingeführt, die aus gewöhnlichen Bomben bestanden.Mit Drandzcug angefüllt, und oben mit fünf Löchern verse-hen waren, durch die daö Feuer hcrauobremicii konnte.Da sie mit den Bomben einerley Schwere hatten, ließen siesich auch durch stärkere Ladung weiter treiben, und hielten rich-tigere Linie, als die vorher gewöhnlichen Carcaffen. Aehn-liche anS Eisen gegossene, und mit fünf Brandlöchern ver-sehene Brandkugeln hatte der Russische General Schuwa-low schon'zu Anfange des siebenjährigen Kriegs für seineneuen Haubitzen eingeführt;, es scheint daher, daß ihm dieseErfindung zugehört, die in der Folge von der Englischen,Sächsischen ch»d Spanichcn Artillerie nachgeahmt wurde;TielkcuS Beyträge zur Kriegskunst und Ge-schichte. 2. St. S 25. Bey der Sächsischen 2 lrt!lieriewurden seit dieser Zeit Brand-Bomben von dem General-Major Ho yer anfangs bloß für die von ihm erfundene«Granatjkücken bestimmt, in der Folge aber auch bey denMörser» als Brand, und Leuchtkugel» angewendet; HoyerGcsch. der Kriegskunst, lk. S-459 460.
'BwndewLiN ist ein brennbares, geistiges Getränke, dasaus Wein, -Weiiihefen, Bierhefen, Aepteln, Birnen,Kirschen, Pflaumen, Schlehen, Spillingen, Mispeln,aus unreifem abgefallenen Obst, aus Haynbntten, Sta-chelbeeren, Wachholdcrbecrcn, Brombeeren, Vogelbeeren,Roßkastanien, und andern nicht geachteten Früchten-, aus
Mohren,