Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Brenngeräthschaft. Brennglas.

the, goldgelbe und grüne Farbe dadurch vorstellen konnte;Gothaischer Hofkalender. 1789. Vcrgl. Gas-arten.

Brenngeräthschaft s. Brandewcjn,

Brennglas Ist ein auf einer Seite oder auch auf beyden Sei-ten erhaben geschliffenes linsenförmiges Glas von beliebigerGröße, welches die auffallenden Sonnenstrahlen so durch»laßt, daß sie sich, nach dem Mittelpunkte des Glases zu,brechen und hinter dem Glase in einen Punkt, den man denBrennpunkt oder Brennraum nennt, vereinigen, da siedann wie das heftigste Feuer auf die Körper wirken. Ge-meiniglich bedient man sich dazu solcher Linsen, welche aufbeyden Seiten erhaben sind, weil diese, wegen ihrer kür-zern Brennweite, die Skralen am stärksten conccntrircn;doch wirken auch das Plaiicviivex und der Meniskus alsBrenngläser. Im Brcnnraume eines solchen Glases gera-then entzündbare feste Körper in Flamme, andere schmelzen,werden verkalkt und verglaset, und diese Wirkungen erfol-gen desto heftiger und schneller, je größer die Oberflächedes Glases und je kleiner zugleich sein Brennraum ist.

- Sollen die Brenngläser gehörige Wirkung thun, so müffensie den Sonnenstrahlen senkrecht entgegen gestellt werden-Man kann sich bicvon versichern, wenn das im Brennpunkteentstehende Sonncnbild vollkommen kreisrund ist. Beydiesen Brenngläscrn fällt der Brennpunkt oft über zwey El-ken weit hinaus, daher unter der Entfernung des Brenn-punkts ein Theil Licht zerstreut, und dadurch die höhereWirkung des Brcnnglases gcichwacht wird. Um diesemabzuhelfen und die Wirkung noch mehr zu verstärken, erfandEhrcnfcicd Walther von Tschir» Hausen nochein zweytes kleineres Linsenglas von kürzerer Brennweite,welches das Colleckivglas genannr, und durch drey Stan-gen M!t dem größeren Linsenalase parall.l und in solebcr Ent-fernung verbunden wird, daß es die Stralen aus dem grö-ßer» Lmsenglase auffängt, wodurch dann die schon conoer«

giren-