Band 
[Zweyter Theil.]
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Brennraum.

an dem Orte der Vereinigung ein deutliches Bild der Son-ne. Wen» also von allen auffallenden Soimenstralen dirRede ist, so werden diese, auch von den vollkommenstenGlasern und Spiegeln, nie in e i n e »i Punkte, sonder» indem'Bilde der Sonne, d. i. in einem engen kreisförmigenRaume vereinigt, der den loljten Theil der Brennweitezum Durchmesser hat. Der Ort der Vereinigung sollte da-her nie ein P unkt, sondern der Bren «rau m genanntwerden. Nur in so fern kann man ihn Brennpunkt nennen,als er sich wegen seiner geringen Größe ohne Fehler für ei-nen Punkt annehmen laßt. Gewöhnlich nimmt man dafürden Punkt a», wo die zunächst an der Axe und parallel mitderselben einfallenden Giraten die Axe und also auch sichseihst durchschneiden. Johann Baptist Porta, deri6l; starb, scheint der erste gewesen zu seyn, welcher beob-achtete, daß der Brennpunkt eines Hohlspiegels um den vier-ten Theil des Durchmessers davon entfernt sey; Nach-richten von dem Leben und den Erst »düngen-der berühmtesten Mathematiker. 1788- I- Theil.S- 22;. Auf die Verlängerung des Brennpunkts fiel Pa-ter Kircher, der um f»6zi berühmt war, zuerst, welcherdieselbe durch Zusammensetzung mehrerer planer Spiegel be-werkstelligte. Herr v 0 nB üffon führte diese Idee weiteraus; s. Brenn spie gel.

Brenntcrum ist ein körperlicher Raum, dessen mit der Sehnedes Spiegels oder Glases parallele Durchschnitte Kreise sind,und Bilder der Sonne darstellen. Die krummen Linien, dieihn begrenzen, nennt man Brennlinicn, lineae caultiese.Brisso.i bemerkte zuerst, daß in einiger Entfernung vomBrennpunkte die Hitze am Rande des BrennraumcS stärkerals in der Mitte desselben sey. Ueber die Dichte des Lichts»m Brennraume «ines Spiegels bat der Marquis vonCourtivron e/e 1747.) tiefe mathematische

Untersuchungen angestellt. Um diese Dichte zu finden, theilt

HerrKlngel iiiPriestley'6 Geschichte derOptik.

S.