Brennspiegel. 199
so schwankend und ungewiß. Unmöglich konnte auch jeneWirkung durch einen Hohlspiegel hervor gebracht werden,bey Pein die Brennweite viel zu kurz, und die Stellung dcSBrennpunkts zwischen der Sonne und dem Spiegel zu einerUnternehmung dieser Art völlig ungeschickt ist. Pvrtaglaubte zwar alles dadurch erkläre» zu können, daß Archi»»1 e d sich eines zweyten parabolischen Spiegels bedient ha»be, um die im Brennpunkte des ersten vereinigte» Stralenparallel auf eine große Weite fortzusendc»; allein, dieserGedanke ist nicht wohl überlegt; ntir Strecken aus einemeinzigen Punkte der Sonne könnte man durch dieses Mittelparallel foctscnden, diese würden aber für die verlangte Wir»kung viel zu schwach seyn. Manfrcdus Septala ausMayland hatte einen Brennspiegel verfertiget, welcher 1;Schritte weitbraniite(?g/öö»/»^E^»or--^«er^tt^ />. 732.),und der Jesuit Alb an asjus Kircher, der i6zi berühmtwar, versichert, daß er auf allen seinen Reisen keinen cinzi»gen Brennspiegel gefunden habe, der den Brennpunkt weiterhinausgeworfen hätte. Indessen zweifelte er nicht daran,daß man auch Brennspiegel verfertigen könne, die einen soweiten Focus geben könnten, daß sie Schiffe in cinigec Ent-fernung anzuzünden vermöchten; diese Möglichkeit schiennoch mehr Gewicht durch die Nachricht des Zonargs z«erhalten, daß Proklus, ein Mathematiker aus Lycien,im Jahr ; 14 11. C. G die Flotte des Vitalian us, wel-che Constantinopel belagerte, durch Brennspiegel vcrbpannthaben sollte. Kircher EL-eu /»eve er /koi«.
1646. p. 888. XXXI.) „ahm sich vor, die Möglichkeitsolcher Wirkungen durch Versuche zu prüfen, und kam aufden Gedanken, daß man durch Zusammensetzung vieler pla»ner Spiegel eine Breiinmaschiiie bilden könne, deren Brenn-vunkl sehr weit hinaus falle» würde. In der That scheintue Stelle des ? zetzes anzudeuten, daß Archi m c d meh»ere kleine Spiegel mit Charnieren zu Hülfe
gnoinmen habe» möchte. Kircher schlug daher vor. eineLauer zu bauen, die auf der einen Seite eine solche Höh-N 4 lung